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„Arena Wars“ von Ascaron und Take 2 ist ein mehr oder weniger klassisches Echtzeitstrategiespiel mit einigen gewagten Features, denn die verantwortlichen Entwickler wollen in diesem Titel die Steuerung eines Strategiespiels mit der Action eines Ego-Shooters verbinden. Dabei wurde auf altbekannte, als auch innovative Merkmale gesetzt: Das Terrain beispielsweise sieht dem von „Command & Conquer 1“ aus dem Hause Electronic Arts rein oberflächlich sehr ähnlich, während die Webcam-Funktion für frischen Wind im Multiplayer sorgt. Taucht ein in die vergessene Welt der „Arena Wars“ und erlebt, wie ihr mit Hilfe eurer Roboter den Sieg erlangt - Wie sich das ganze in der Praxis durchsetzt, erfahrt ihr nun bei uns im Review.
Die vergessene Welt Wir schreiben das Jahr 2137. Aus einer militärischen Trainingssimulation hat sich eine elitäre Sportart entwickelt: “Arena Wars“. Nur die Besten kämpfen gegeneinander um Ruhm und Ehre. Strategie, Schnelligkeit und Teamwork sind die Grundvoraussetzung für den Sieg. Das war es auch schon zur Storyline, die in diesem Titel verständlicherweise eher eine Nebenrolle spielt. Viel mehr haben sich die Entwickler auf den generellen Umfang und Aufbau des Spiels gekümmert. In „Arena Wars“ gibt es keine Basisbau und keine zu sammelnde Ressourcen. Ihr habt anfangs 1000€ zur Verfügung, die ihr in Einheiten investieren müsst. Verliert ihr eine Einheit, bekommt ihr das ganze Geld zurückerstattet und dann könnt ihr logischerweise neue Einheiten produzieren. Die „Basis“ des Spiels besteht aus einem Teleporter, in dem die Einheiten gebaut werden. Außerdem gibt es noch das Kraftwerk, dessen Funktion jedoch im Gegensatz zu anderen Titeln dieser Art minimal ist. Das Upgrade-Gebäude hingegen könnt ihr an verschiedenen Stellen einer Karte vorfinden und es hat eine große Wichtigkeit, denn in diesem könnt ihr Einheiten aufwerten, ihre Fähigkeiten verbessern oder erweitern. Um upzugraden muss die entsprechende Einheit in beziehungsweise auf das Gebäude fahren. Die Kosten betragen 200€ pro Upgrade, zuzüglich der entsprechenden Kosten der Einheit. Dieses Geld müsst ihr beim Upgraden auf dem Konto bereithaben, aber ihr erhaltet es nach 60 Sekunden auch wieder zurück. Das letzte Gebäude ist das sogenannte „Wargate“: Es ermöglicht euch Wege abzukürzen und große Entfernungen in kurzer Zeit zurückzulegen. Es gibt insgesamt sechs Einheiten, die euch zum Bau zur Verfügung stehen. Sie heißen Buggy, Spider, Walker, Destroyer, Berserker und Artellery. Bei „Arena Wars“ hat jede Einheit Spezialfähigkeiten, die ihr kurzzeitig neue Fähigkeiten verleiht. Der Destroyer kann sich beispielsweise teleportieren, der Walker hingegen fliegen. Es gibt auch viele Items, die den Einheiten besondere Fähigkeiten verleihen, aber auch Schaden zufügen können. Hier wird zwischen vier verschiedenen Item-Typen unterschieden. Die Items sind nicht allerdings nur lustig und spaßig, sondern auch überlebensnotwendig.
Flotte Action in einem Echtzeitstrategiespiel In „Arena Wars“ gibt es drei Spielmodi, die sich auch sehr gut für den Multiplayer, dem eigentlichen Herzstück des Spiels, eignen und wie schon gesagt stark an einen klassischen Ego-Shooter erinnern. Das erste nennt sich „Capture The Flag (CTF)“ : In diesem altbekannten Spiel besitzt jeder Spieler einen Flaggenplatz und eine Flagge. Die gegnerische Flagge muss erobert werden und zur eigenen Flagge gebracht werden. Für jede erfolgreich geklaute Flagge gibt es einen Punkt. Wer zuerst das sogenannte „Capture-Limit“ erreicht hat, gewinnt. Die flaggentragende Einheit ist dabei etwas langsamer, kann keine Specials benutzen und angewendete Items halten nur die Hälfte der Zeit. Im „Bombing Run“ müsst ihr eine Bombe wie in „Unreal Tournament 2004“ zur Dropzone des Gegners befördern, um zu punkten. Die Bomben sind neutral und können von jedem Spieler aufgenommen werden. Wenn ihr eine Bombe zur Dropzone gebracht habt, dauert es noch maximal 20 Sekunden, bis sie explodiert. Wenn die Bombe explodiert, bekommt ihr einen Punkt. Der letzte Spielmodi heißt „Double Domination“. Hierbei befinden sich auf der Karte zwei Markierungen. Um zu Punkten, müsst ihr diese ungefähr 20 Sekunden lang einnehmen. Um einen solchen Punkt einzunehmen braucht ihr einen Schlüssel, der sich irgendwo in eurer Basis befindet. Wenn ihr einen Punkt eingenommen habt, erscheint der Schlüssel wieder in eurer Basis. Um zu gewinnen, müsst ihr beide Punkte einnehmen. Gerade in diesen Modi macht sich sowohl in den 60 etwas eintönigen Singleplayermissionen, als auch in den packenden Multiplayer-Matches für bis zu 8 Spieler im LAN oder Internet die bequeme und leicht erlernbare Steuerung bemerkbar, welche den Entwicklern wirklich gelungen ist.
„Command & Conquer“ einmal ganz anders Wie schon erwähnt, sieht das Terrain von „Arena Wars“ ähnlich wie das von „Command & Conquer 1: Der Tiberium Konflikt“ aus. Als wir den Buggy erstmals gesehen haben, kamen auch schöne Erinnerungen hoch. Die Grafik ist allerdings viel besser, denn sie ist im Gegensatz zum Klassiker von Electronic Arts sehr detailliert und abwechslungsrecih. Ein schönes Umfeld erzeugt eben auch eine gute Atmosphäre. Der Sound ist ebenfals sehr gut gelungen, denn dieser ergänzt in „Arena Wars“ wortwörtlich das Bild. Die tollen Effekte und den fetzigen Soundtrack müssen wir sicherlich nicht mehr groß beschreiben.
Pro - Nettes Spielprinzip - Drei spaßige Spielmodi - Innovative Multiplayer-Features (Echtzeitkommentar, Webcam et cetera) - Gelungener Editor - Extreme Langzeitmotivation (bei vorhandener Internetanbindung) - Detaillierte und abwechslungsreiche Grafik - Nette Grafik- und Soundeffekte - Fetziger Soundtrack - Bequeme Steuerung
Contra - Eintönige Singleplayer-Missionen - Teils nervige Bugs - Gewöhnungsbedürftiges Finanzsystem - Nicht jedermanns Sache - Keine Empfehlung für Leute ohne Internetanbindung
Fazit „Arena Wars“ fokussiert sich deutlich auf den Multiplayer, da euch das Spiel alleine auf Dauer einfach keinen Spaß machen wird. Mit mehreren Leuten aber werdet ihr so schnell nicht mehr von dem Titel wegkommen. Nette und innovative Features werden mit dem Editor und einer ordentlichen Technik abgerundet. Lediglich die hin und wieder auftretenden Bugs stören das Gesamtbild, allerdings liefern die Entwickler nach und nach ordentliche Patches nach.
AUTOR: Thomas 12.09.2004, 23:24h
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