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Es geht mal wieder rund auf den Straßen von Miami: Ihr spielt entweder Mike Lowrey oder Marcus Burnett vom „TNT“ (Tactical Narcotics Team) und genießt mit ihnen das volle Tempo und die ganze Action des Films „Bad Boys 2“. Dabei verwendet das Spiel von Empire Interactive die offizielle Lizenz und hat dadurch gleichzeitig auch mit vielen Vorurteilen zu „Filmspiel“-Titeln zu kämpfen. Dennoch: Lasst die Kugeln fliegen und schießt so ziemlich alles Feindliche alles weg, was euch in den Weg kommt. Ihr kämpft dabei gegen verschiedene Gangs, die alle in eurem Strafordner enthalten sind und so weiter. Wie sich das Spiel sonst so schlägt, erfahrt ihr nun in unserem Review.
„Streetlife, u know?“ Zur Story? Naja, da können wir nicht wirklich viel zu erzählen, vor allem, da so gut wie jeder unter euch zumindest einen Film der Serie gesehen hat, auch wenn das Spiel nicht unbedingt direkt auf der Film-Story aufbaut. Wie schon gesagt, ihr gehört zur Organisation „TNT“ und seid auf den Straßen der amerikanischen Stadt Miami unterwegs, um die verschiedenen Gangs systematisch auszuschalten. Natürlich könnt ihr dabei auch zwischen Mike und Marcus wechseln, da jeder der beiden Charaktere seine eigenen guten und schlechten Fähigkeiten hat. Allerdings bleiben die beiden immer nahe beieinander und geben sich gegenseitig Feuerschutz, wobei ihr jeden immer aus der 3rd-Person-Perspektive steuert. Je weiter ihr im Spiel vertieft seid, desto mehr Gegner scheinen es dann auch zu werden. Im Verlauf des Spiels stoßt ihr auch auf die Russen, die bekanntlich auch Vieles mit den verschiedenen Gangs zu tun haben. Meißt findet ihr in im Anwesen der Gangs auch Drogen, illegale Waffen oder auch andere Dinge wie beispielsweise Streckmittel. Ihr solltet immer aufpassen, dass ihr solche Sachen findet, denn sie sind ein Beweismittel und geben euch unterschiedliche Boni. Die vielen Missionen werden übrigens durch Zwischensequenzen unterteilt.
Lasst eurer Zerstörungswut freien Lauf Ihr habt nicht nur ein relativ großes Waffenarsenal, sondern ihr könnt auch eure Waffen richtig gut einsetzen, denn ihr könnt so gut wie alles, was ihr seht, „wegpusten“. Das ist eine sehr positive und hilfreiche Sache bei "Bad Boys 2". Besonders angenehm, um den ein oder anderen Gegner ohne einen direkten Schuss auszuschalten, ist es bei explosiven Gegenständen wie zum Beispiel Elektro-Geräten etc., da ihr, wenn Gegner in der Nähe sind, diese Gegenstände nur in der Nähe der betroffenen Personen zerschießen müsst, damit der Gegner mit in den Tod gerissen wird. Ein anderes schönes Feature des Spiels ist, dass ihr verschiedene Modi oder neue Verbrecherbilder freischalten könnt. Modi wie zum Beispiel ein besonderes Waffentraining sorgen so für zusätzlichen Spielspaß. Bei diesen Trainingsabläufen bekommt ihr auch beigebracht, wie ihr geschickte Positionen einnehmt, um gleichzeitig gedeckt, aber auch jeder Teit bereit zum Schuss sein könnt. Für diese Funktion werden in jedem Level verschiedene Punkte angezeigt, in die ihr euch automatisch bei der Betätigung von der Leertaste hineinbegebt. "Bad Boys 2" ist aber eigentlich doch das normale lustige „Knall-Alle-Tot-Spiel“ nach Schema F, so bringt es auch einige (sinnlose) Tücken mit sich. Wenn ihr beispielsweise vor einer verschlossenen Tür steht, braucht erst gar nicht daran zu denken einen Schlüsses zu suchen. Hier gilt eher dann das Motto "Knall-Alles-Kaputt-Was-Dir-In-Den-Weg-Kommt". Zwar könnt ihr die Türen nicht direkt kaputt schießen, aber die meißten sind mit einem einfachen Hängeschloss veriegelt, die sich mit einem gezielten Schuss ganz schnell zerstören lassen. Es gibt natürlich auch anspruchsvollere Aufgaben wie zum Beispiel das Erledigen verschiedener Endgegner, die beispielsweise in einer Form von besonders starken menschlichen Gegner auftauchen oder auch in großen und stark gepanzerten Kampfhubschraubern.
Langeweile? Was ist das!? „Bad Boys 2“ ist dennoch kein langweiliges und völlig innovationsloses Spiel. Da habt ihr euch mit eventuell aufgetretenen Vermutungen getäuscht. Allein, wenn ihr einmal lest, was sich Mike und Marcus die ganze Zeit erzählen, kann euch schon nicht langweilig werden. Sie machen Witze und beleidigen alles, was ihnen passt, was vermutlich der 2. Faktor für die hohe USK-Einstufung war. Mit dem sogenannten „Bad Boy“-Rating-System bekommt ihr nach jedem geschafften Level einen kleinen Überblick. Mit Hilfe dieser Statistik seht ihr euer Trefferbilanz, die sich aus den getroffenen Körperteilen und weiteren Dingen zusammensetzt. Es gibt außerdem verschiedene Möglichkeiten, wie ihr eure Gegner still legen könnt: Ihr könnt sie entweder töten oder ihnen mit einem gezielten Schuss die Waffe aus der Hand schießen. Sobald ihr letzteres getan habt, knieen sie sich dann auf den Boden und sind dann automatisch verhaftet. Das wird nach einem bestrittenen Level auch angezeigt. Was wir selbst sehr lusig finden, ist, dass es auch ein Zähler für erschossene Tauben gibt. Leider gibt es keinen Mehrspieler für "Bad Boys 2". Dafür gibt es aber eben 13 langwierige Level mit coolen Features und Lösungswegen.
Die Fetzen fliegen "Bad Boys 2" hat nicht nur eine recht hübsche Grafik, sondern es glänzt auch mit netten technischen Features wie der zerstörbaren Umgebung. Das Spiel ist sehr realistisch gestaltet, was ihr beispielsweise vielen Gegenständen erkennen könnt, wo auch die Physik-Engine richtig gelungen ist. Animationen und Texturen gehören nicht zur Spitzenklasse, erfüllen aber ihren Zweck. Lediglich die Zwischensequenzen hätten die Entwickler auch in InGame-Grafik bringen können, denn es macht so keinen großen Unterschied und kostet nur unnötigen Speicherplatz. Das Spiel wird leider komplett auf Englisch erzählt, es gibt jedoch deutsche Untertitel. Wenn ihr jedoch sehr gut Englisch könnt, braucht ihr natürlich nicht auf den Untertitel zu schauen. Dies lenkt nämlich auf Dauer ein wenig vom Spiel ab. Der Soundtrack ist gelungen und für diese Szene typisch in Hip Hop gehalten.
Pro - 2 spielbare Charaktere mit unterschiedlichen Fähigkeiten - 13 spannende, abwechslungsreiche und große Level - Relativ großes Waffenarsenal - Motivierendes “Bad Boy”-Rating-System - Fast komplett zerstörbare Umgebung - Viel zum Freischalten - Leicht erlernbare Steuerung - Akzeptable Grafik und Sound - Interessante Zwischensequenzen (leider nicht in hoher Qualität)
Contra - Baut nicht, wie erwartet, komplett auf dem Film auf - Nur englische Sprachausgabe, also nicht komplett lokalisiert - Angehobener Schwierigkeitsgrad - Kein Multiplayer-Modus
Fazit "Bad Boys 2" ist nicht nur ein langweiliger 08/15-Shooter oder sinnloser Aufguss. Das Spiel weiß sehr wohl mit seinen Qualitäten zu glänzen und ist so für eine gewisse Zeit ziemlich motivierend. Es bringt eine lustige Story mit sich und ihr könnt euch so richtig in Miami, wenn auch nicht komplett nach dem Film, auf Seiten der Polizei-Spezialeinheit austoben.
AUTOR: Martin 08.05.2004, 18:49h
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