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Battle Engine Aquila

„Battle Engine Aquila“ von den Entwickler von Xicat Interactive und Publisher KochMedia ähnelt sehr dem Spiel „Mech Warrior“, weil ihr euch hier auch in Robotern den Weg freikämpft. Das Neue an diesem Spiel ist, dass eure sogenannten „Battle Engines“ auch ziemlich lange fliegen können. Dies erinnert ebenfalls ein ganz kleines bisschen an „Freelancer“. In sehr detaillierten Landschaften bekämpft ihr also die Feinde und rottet sie aus. Ob das vielversprechende und altbewährte Spielprinzip bei „Battle Engine Aquila“ auch in der Praxis Spaß macht, erfahrt ihr bei uns in diesem Test. Auf Konsolen hat sich das Spiel ja bereits bewiesen...

Das “FliWaTüt” des Universums
„Battle Engine Aquila“ findet auf einem erdähnlichen Planeten namens Allium statt, der sich im Porrum-System befindet. Im Laufe der letzten Jahrzehnte kam es dort zu dramatischen Klimaveränderungen, die einen starken Anstieg des Meeresspiegels verursacht haben. Der steigende Wasserspiegel hat die Landmassen beträchtlich verringert und so musste die Bevölkerung mit immer kleiner werdenden Wohngebieten zurechtkommen. Land ist nur selten und stellt somit ein Luxusgut dar. Bevor das Wasser anstieg hatten 2 Rassen, die Forseti und die Muspell, die Inselgruppe Ampeloprasum in ihrem Besitz. Ihre Geschichte ist schon seit langer Zeit durchzogen von Gefechten, Konflikten und Kriegen, aber mit dem Sohra-Abkommen im Jahr 1174 hoffte man, den Feindseligkeiten ein Ende zu bereiten. Darin wurde die Insel Kensor als entmilitarisierte, neutrale Zone für beide Rassen bestimmt. Der zunehmende Bedarf an trockenem Land bringt natürlich die alten Verträge ins Wanken und so ist es nur noch eine Frage der Zeit, bevor es wieder zu neuen Spannungen kommen wird, die letztendlich zu einem Krieg führen.
Forseti umspannt die Inseln von Forseti Major bis Castellian. Die Inseln selbst sind gut kultiviert und fruchtbar und der größte Teil der Landmassen wird von landwirtschaftlichen Betrieben und Siedlungen eingenommen. Das Volk der Forseti ist technologisch fortschrittlich. Die Umweltveränderungen wurden schon lange zuvor vorhergesagt und obwohl sie nichts dagegen unternehmen konnten, waren sie erheblich besser vorbereitet als viele der anderen Nationen.
Die Muspell-Nation wiederum umspannt die Inseln von Iron Isle bis Sentinel. Die Muspell sind im Allgemeinen wesentlich aggressiver als ihre Nachbarn von Forseti. Sie glauben an Stärke und Lebenswillen um jeden Preis. Muspell-Soldaten werden genetisch manipuliert, um ihre physischen Eigenschaften zu steigern. Sie fühlen keinen Schmerz und kennen keine Angst.
Ihr übernehmt in „Battle Engine Aquila“ Hawk Winter, einen Hafenarbeiter der Forseti. Euer Tag besteht aus nichts aufregenderem als dem Fahren von Frachtladern. In der Nacht jedoch lebt ihr in einer Welt illegaler Frachtladerrennen und in dieser Welt seid ihr der König. Doch, wie das oft bei solchen Dingen ist, wartet neben der etwas umständlichen Steuerung wesentlich Größeres und Wichtigeres im Hintergrund…

Zwischen Himmel und Erde
In „Battle Engine Aquila“ schlagt ihr euch in eurem „Battle Engine“ durch insgesamt 43 Missionen, die in 25 Szenarien unterteilt sind. Der „Battle Engine“ ist mit Waffen ausgestattet, die auf Luft- oder Bodeneinheiten spezialisiert sind. Wenn ihr erst einmal ein paar Missionen gespielt habt, könnt ihr auch zwischen verschiedenen „Battle Engines“ wählen, die ihr, genau wie neue Waffen, nach und nach freispielt. Der Unterschied zwischen den „Battle Engines“ ist, dass sie entweder auf Bodentruppen oder auf Lufteinheiten spezialisiert sind. Wenn euer „Battle Engine“ in der Luft ist, dann verfügt er wiederum über mehrere Waffen. Wenn er auf dem Boden ist, besitzt er zwar nur eine nutzbare Waffe, diese verstärkt sich nach dem Besiegen von Feinden allerdings kontinuierlich.
Die Level sind zum Teil sehr groß, was bedeutet, dass ihr euch unbeschränkt bewegen könnt. Leider sind die Missionsziele häufig gleich und das führt dazu, dass das Spiel schnell an Spaß und Motivation verliert. Nach jeder abgeschlossenen Mission erhaltet ihr Grade für eure Mühen. Je nachdem, wie gut ihr in einer Mission wart, erhaltet ihr Grade die von E (schlechteste aller Grade) bis hin zu A (sehr gut) gehen. Möglicherweise bekommt ihr sogar den Grad S (Ausgezeichnet). Wenn ihr die Grade verbessern wollt, dann könnt ihr jederzeit ein Level von vorne beginnen. Außerdem sind die Missionsbesprechungen sehr vorteilhaft, weil sie euch einen Überblick über die Ziele, die ihr im kommenden Level erreichen müsst, verschaffen.
Wie schon erwähnt gibt es bei „Battle Engine Aquila“ ähnlich wie bei „Yager“ einen Jetmodus, bei dem es um Geschwindigkeit und einen schnellen Einsatz geht. Er ist für schnelle Angriffe auf feindlichem Territorium gedacht und erlaubt dem Piloten des „Battle Engine“ schnell zur entsprechenden Zielzone zu fliegen, bevor er euch zurück in den Laufmodus transformiert, um den Feind zu attackieren. Der Jetmodus ist auch in begrenzten Maß für das Abfangen von Lufteinheiten geeignet. Während sich euer „Battle Engine“ im Jetmodus befindet, wird Energie vom Schildgenerator zur Triebswerkeinheit, die euch in der Luft hält, umgeleitet. Dies hat den Nachteil, dass der Schildgenerator während des Jetmodus nicht funktioniert und ihr somit sehr verwundbar seid.

Tolle Kulisse
Die Grafik von „Battle Engine Aquila“ ist gut. Sie ist auch vergleichbar mit der Grafik des aktuellen „Mech Warrior“-Teils, weil ihr auch in der Cockpitperspektive in einem ähnlichen Stil spielt. Zwischen den beiden Spielen besteht allerdings ein gravierender Unterschied, welcher sich auf die Detailtiefe bezieht. Hier hat „Battle Engine Aquila“ einen klaren Vorteil, nicht zuletzt, da überall Bäume, Menschen und mehr „herumstehen“. Außerdem beinhaltet die Grafik tolle Explosionseffekte, die das Spiel noch echter wirken lassen. Das Einzige, was an dieser Grafik zu bemängeln ist, wären die wenigen bissigen Spezial- und Partikeleffekte, da diese eigentlich eher miss- als gelungen sind.
Der Sound von „Battle Engine Aquila“ ist ebenfalls gut gelungen, weil die Sprachausgabe beispielsweise sehr gut gelungen ist. Außerdem hören sich die Schüsse und Explosionen ziemlich echt an und auch der Soundtrack lässt sich hören.

Pro
- Interessanter Spaßfaktor
- Bis auf kleinere Ausnahmen realistische Grafik
- Gelungener Sound
- Meist sehr große Level
- 50 verschiedene Einheiten
- 43 Missionen in 25 Szenarien
- Gute Multiplayer-Modi (Unter anderem auch Kooperation)
- Billiger Preis (29,99€)

Contra
- Anfangs unbequeme Steuerung
- Wiederholende Missionsziele
- Alter der Grafik an einigen Stellen leicht spürbar
- Multiplayer ohne Online-Modus

Fazit
„Battle Engine Aquila“ hat uns von der ersten Spielminute an gefallen, anders als zunächst erwartet. Das Spiel ist zwar kein Renner wie „Far Cry“ oder Ähnliches, allerdings hat es seit den Konsolen-Versionen so gut wie nichts an Charme verloren und beim Spielen entsteht ein besonderes Gefühl, was wir gar nicht näher beschreiben können. „Mech Warrior“-Fans unter euch sollten sofort zugreifen, ebenfalls Leute, die auf simple Action ohne große Highlights stehen.

AUTOR: Thomas 31.03.2004, 15:24h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Xicat / Evolved

KochMedia

Deutsch

29,99€

1 CD

12

P4 2,6
GeForce 4 ti
512 MB RAM

GRAFIK:

 78%


SOUND:

 72%


GAMEPLAY:

 81%


GESAMT:

 76%

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