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In dem von Most Wanted Games entwickelten Echtzeitstrategiespiel “Cold War Conflicts“ müsst ihr in über 35 Missionen (inklusive den 13 Alternativmissionen) auf Seiten der USA, Nordkorea, Israel und Ägypten gegen die jeweiligen Feinde in den Krieg ziehen. Natürlich basieren alle Kampagnen auf einem historisch genauen Hintergrund. So spielt ihr zum Beispiel in der israelischen Kampagne vor dem Hintergrund des Suezkrieges, der im Jahre 1956 stattfand. Allerdings ist “Cold War Conflicts“ „Sudden Strike“ sehr ähnlich, weshalb es auch als inoffizielles „Sudden Strike 3“ gilt, aber ob es auch für solch ein Top-Wertung reicht, erfahrt ihr bei uns im Review.
„Sudden Strike“? Nachdem ihr “Cold War Conflicts“ installiert habt und in einer der vier Kampagnen eingestiegen seid, ist eine Ähnlichkeit zum Konkurrenten nicht zu übersehen. Selbst die Grafik ähnelt „Sudden Strike“ doch sehr und auch die Atmosphäre ist genauso gestaltet. Wahrscheinlich waren die Entwickler von “Cold War Conflicts“ darauf aus, ein Spiel für die eisernen „Sudden Strike“-Fans zu programmieren, die nach Neuem dürsten, was hiermit, wenn es das Ziel war, auch gelungen ist. Doch leider gibt es, möglicherweise aus demselben Grund, kein Tutorial, für Neuensteiger in diesem nicht unkomplizierten Genre. So wird euch das Spiel zunächst auch auf der niedrigsten Schwierigkeitsstufe sehr schwer fallen, falls ihr euch noch nie an einem ähnlichen Spiel probiert habt, weil ihr euch dann mit den Einheiten und allen unterschiedlichen Fähigkeiten derer nicht auskennen werdet. Also wäre eine Empfehlung für einen Patch oder eine Erweiterung dringend ein Tutorial, welches das Spiel auch für Neuensteiger attraktiver werden lassen würde. Trotzdem wird der Einstieg vielen von euch leichter als bei „Sudden Strike“ fallen, da das gesamte Interface des Spiels doch recht übersichtlich und vorbildlich gestaltet worden ist.
Von Einheiten und Missionen Auch eine Ähnlichkeit zum Genre-Konkurrent besteht darin, dass ihr keinen Basis-Aufbau oder eine Rohstoffsuche vornehmen müsst. So startet ihr in jeder Mission mit einer bestimmten Zahl von Einheiten und müsst euch mit deren Hilfe und teilweise an bestimmten Stellen, durch das Level schlagen. Ihr müsst also auf jede Einheit wie auf euren eigenen Augapfel achten, da alles sehr kostbar sind. Natürlich müsst ihr auch taktisch agieren, um das eigentliche Ziel, den Einheitenverlust möglichst gering zu halten, zu erreichen. Sowohl die Einheiten als auch die Missionen sind bei “Cold War Conflicts“ sehr unterschiedlich und interessant gestaltet, wobei sich alle Einheiten sehr ähneln. So gibt es über 50 Einheiten (von Helikoptern bis MG-Schützen) und viele verschiedene und oft spannende Missionen. Taktisch sind die Aufträge sowieso sehr anspruchsvoll und ihr erhaltet immer wieder neue Befehle, in denen ihr oft neue taktische Anweisungen bekommt. Diese reichen vom Flankenangriff bis hin zur Spionage der feindlichen Festungen. Auch müsst ihr euch bei jeder Mission die Vorteile der Einheiten zu Nutze machen und die Nachteile durch Vorteile anderer Einheiten ausbessern. Durch solche Begebenheiten entsteht ein taktischer Kreislauf, den ihr mit der Zeit erlernen werdet.
Die technische Seite Auch die Grafik von “Cold War Conflicts“ erinnert doch sehr an „Sudden Strike“ und ist damit pixelig und ein wenig veraltet. Jedoch ist die Umgebung etwas schöner und auch die Effekte sind im Vergleich zum direkten Konkurrenten oder inoffiziellen Vorgänger gut. Auch das größte Manko wurde so gut wie 1:1 übernommen: Die Infanterie ist selbst bei höchster Detailstufe kaum sichtbar und könnte somit auch oft von euch übersehen werden. Die Hintergrundmusik und die Soundeffekte sind leider nur Durchschnitt, sodass sich keine gute Atmosphäre in den großen Schlachten aufbauen kann. Auch das Gänsehaut-Feeling vor den Schlachten fällt leider aus.
Pro - Durch historischen Hintergrund sehr realistisch - Vielzahl an Einheiten - Etliche Missionen sorgen für Langzeitmotivation - Guter mitgelieferter Editor - Meist spannende Missionen - Viele taktische Möglichkeiten
Contra - “Sudden Strike”-Klon, der nicht als inoffizielles “Sudden Strike 3” gehandelt werden darf - Fehlendes Tutorial - Veraltete Grafik - Keine Sprachausgabe bei den Briefings - Kaum Atmosphäre
Fazit “Cold War Conflicts” ist ein taktisch raffiniertes Spiel, das durch die schwache und veraltete Technik in den Durchschnitt gezogen wird. Allerdings ist das Spiel ein Muss für jeden “Sudden Strike”-Fan, obwohl es nicht als inoffizielles “Sudden Strike 3” gehandelt werden darf.
AUTOR: Felix 20.01.2004, 21:58h
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