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„Combat Mission 3: Afrika Korps“ ist ein rundenbasiertes Strategiespiel, in dem ihr mit einer Armee, die zum Beispiel aus Panzern und Infanterie-Soldaten bestehen kann, in den Kampf gegen die gegnerischen Streitkräfte ziehen müsst. Hierbei habt ihr die Wahl zwischen den Alliierten- und Achsenstreikräften. Das Spiel spielt zwischen den Jahren 1940 und 1942, in denen zum Beispiel die Invasion Kretas stattgefunden hat. Und mit über 800 Einheitentypen, 7 Kampagnen und 60 Einzelmissionen ist es wohl auch auf den ersten Blick eines der umfangreichsten Spiele in seinem Genre. Doch was wirklich hinter den großen Zahlen steckt, erfahrt ihr bei uns im Test.
Das erste Gefecht Nachdem ihr das Spiel installiert habt, hält euch nichts mehr davon ab jenes zu Beginnen. Ihr werdet im Spielemenü also „Spiel starten“ wählen und ihr werdet nun vor die Wahl gestellt, ob ihr eine Schlacht oder eine Operation spielen wollt. Da ihr wahrscheinlich am Anfang damit noch nicht so viel anfangen könnt, werdet ihr mit einer Schlacht beginnen, weil euch dort ein Tutorial zur Verfügung gestellt wird, welches euch unter dem Namen „Funkstörung“ in „Combat Mission 3: Afrika Korps“ einführt. Nun bekommt ihr zunächst eine ausführliche Beschreibung, was ihr in dieser Mission zu tun habt und werdet vor die Wahl zwischen den 2 oben genannten Parteien gestellt. Ihr könnt auch noch ein paar weitere Einstellungen, wie zum Beispiel den Kriegsnebel, verändern und dann geht es auch schon los. Doch leider erfüllt die Mission die Funktionen eines Tutorials nicht richtig, sodass ihr euch selbst oder mit Hilfe des Handbuchs in das Spiel hineinfinden müsst. Dies geschieht jedoch recht schnell und ihr werdet diese Mission wahrscheinlich auf Anhieb schaffen.
Schwere und schwerere Schlachten Nachdem ihr die Mission „Funkstörung“ beendet habt, könnt ihr euch in die nächste Schlacht wagen. Diese wäre, wenn ihr die Missionen der Reihenfolge nach durchspielt, die Mission „2 Pfünder und Tiger“. Hier erhaltet ihr zunächst auch erst eine Missionsbeschreibung, habt auch die Wahl zwischen den zwei Parteien und könnt ein paar Einstellungen vornehmen. Wenn ihr dann also das Spiel beginnt, werdet ihr wahrscheinlich erst einmal sehr überrascht sein, denn die Karte ist um einiges größer, als die im Tutorial und ihr habt weitaus mehr der vielen Einheiten zu befehligen, was das Spiel vom taktischen Aspekt her viel schwerer zu Spielen macht. Zudem verhält sich der Computer nun schlauer und bewegt sich auch, was in der Mission „Funkstörung“ noch nicht der Fall war. So steigt die Schwierigkeit von Schlacht zu Schlacht immer mehr an, sodass ihr immer wieder vor neue Probleme und Herausforderungen gestellt werdet. Dies und die doch recht gute KI, sowie die unterschiedlichen, aber leider kaum zusammenhängenden Mission lassen das Spiel aber auch nicht so schnell langweilig werden. Falls es dann doch irgendwann auf die Nerven gehen sollte, so könnt ihr euch auch noch im mitgelieferten Szenarien-Editor, sowie im ebenfalls gelungenen Multiplayer-Modus austoben, um vielleicht auch euren Freunden zu zeigen, wer der wahre Chef unter euch ist.
Tiefsinnige Geschichte In „Combat Mission 3: Afrika Korps“ ist es nicht so, dass ihr einfach nur ohne Sinn in den Krieg geschickt werdet. Die meisten Missionen sind wie die schon angesprochene Invasion Kretas wahren Begebenheiten nachempfunden, sodass ihr diese Schlachten historisch genau nachspielen könnt. So folgt das Spiel also einem reellen Handlungsstrang, was das gut entworfene Kampfsystem und das Spiel ein wenig attraktiver und interessanter werden lässt. Und trotzdem bleibt die Action trotz Rundenbasis und Geschichte nicht im Hintergrund.
Die Technik Obwohl das rundenbasierte Kampfsystem durch viele verschiedene Möglichkeiten der Bewegung und des Angriffs sehr gut gelungen ist, mussten die Entwickler von Battlefront.com bei Grafik und Sound leider Abstriche machen. Die Texturen der Einheiten sind teilweise zwar gut gelungen, die Landschaften jedoch sind häufig verschwommen und unabwechslungsreich und damit nicht schön anzusehen. Beim Sound fehlt eine gute untermalende Hintergrundmusik während den Missionen, die die Atmosphäre unterstreichen würde, damit ihr euch besser in das Spiel hineinversetzen könntet. Bei den Kampfszenen sind zum Glück realistische Soundeffekte vorhanden, wodurch der Sound insgesamt nicht ganz in die Hose ging und wie die grafische Untermalung im Mittelmaß bleibt.
Pro - Realistische Kampfszenen - Historisch angelehnte Schlachten - Sehr umfangreich - Ordentlicher Multiplayer - Szenarien-Editor - Gute Umsetzung der Spielidee - Leichter Einstieg
Contra - Schlechte Landschaftstexturen - Schwache Hintergrundmusik - Teils zu schwierige Missionen
Fazit „Combat Mission 3: Afrika Korps“ ist ein gut umgesetztes Spiel, das sich in seinem Genre durch realistische Kämpfe, viel Umfang und einen guten historischen Hintergrund behaupten kann. Jedoch sind bei Sound und Grafik kleine Abstriche zu machen.
AUTOR: Felix 28.12.2003, 20:57h
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