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Mit „Curse: The Eye Of Isis“ bringen die Entwickler von Asylum Entertainment und der französische Spiele-Publisher Wanadoo wieder einmal ein Horror Action Adventure auf den derzeit heiß umkämpften Markt. Doch etwas Besonderes erwartet euch mit diesem Spiel, denn 2 Kulturen, die über 5000 Jahre voneinander getrennt sind, prallen aufeinander. Ob das Spiel nicht nur von der Story her glänzt und ob es wirklich nicht gegen Kontrahenten wie die „Resident Evil“- oder „Alone In The Dark“-Reihe untergeht, erfahrt ihr am Besten, in dem ihr den nachfolgenden Test lest.
Statuen sind nicht jedermanns Sache Einen Tag bevor die neue ägyptische Ausstellung im „British Museum“ in London statt finden sollte, spielt sich im Museum eine merkwürdige Sache ab. Das Auge von Isis, eine ägyptische Statue, verbirgt anscheinend einen bösen und mächtigen Fluch, der den Mitarbeitern zum Verhängnis wird. Diese Statue ist nun auf merkwürdige Weise verschwunden, was im ganzen Land wieder Fluch und Chaos auslösen könnte, sofern sie nicht wieder zurück an ihren alten Platz in Ägypten gerät. Ihr spielt anfangs Dr. Darian Dane, den Ingenieur und Sohn eines erfolgreichen Archäologen. Am nächsten Tag, wo eigentlich die Ausstellung beginnen sollte, trefft ihr als Darian auf der Suche nach einer Frau beim Museum ein, müsst aber erfahren, dass es wegen der Geschichte am Vortag geschlossen ist. Dies lasst ihr euch natürlich nicht gefallen und schleicht euch in das Museum rein, womit euer Abenteuer und der Wettlauf mit der Zeit rund um Ägypten und das viktorianische England im 19. Jahrhundert beginnt.
Immer diese Zombies Schon direkt am Anfang des Spiels bekommt ihr es mit bösen Zombies zu tun, die euch das Leben nicht gerade leichter machen. Zombies im 19. Jahrhundert in der Großstadt London? Passt das überhaupt zusammen? Ja, denn jetzt kommt der Fluch wieder zum Einsatz, der mit Hilfe einer gold-orangen Wolke dargestellt wird. Er steigt in den Körper der Personen, lässt ihre Bauchdecke aufplatzen und kontrolliert sie. Zum Glück sind diese Art von Feinden aber keine wirkliche Bedrohung. Kurz nach Spielbeginn werdet ihr außerdem bei einem toten Polizisten einen Schlagstock finden, mit dem ihr euch zunächst gegen die fiesen Gegner wehren könnt. Später könnt ihr weitere Waffen von der Schrotflinte bis zum Flammenwerfer finden. Da der Fluch nicht nur Menschen in seinen Bann zieht, sondern auch einige Objekte und Tiere, kann es für euch zu immer neuen Überraschungen kommen. Bei jedem getöteten Gegner könnt ihr anschließend die Leichen durchsuchen, um so eventuell neue Munition oder Ausrüstung zu finden. Falls ihr Menthol oder Riechsalz findet, solltet ihr es immer mitnehmen, denn Menthol reinigt euch, falls ihr sehr stark vom Fluch infiziert seid und Riechsalz hat eine belebende Wirkung auf euren Charakter.
Die ganze Kette Eigentlich seid ihr aber nur in das Museum gegangen, um die bereits erwähnte Frau zu finden. Victoria ist also der 2. Hauptcharakter, den ihr im Laufe des Spiels (natürlich nach dem Fund) spielen könnt. Eine sehr wichtige Person ist außerdem ein alter Freund von Darian’s Vater, der euch nicht nur sehr gute Tipps und Aufgaben gibt, sondern gleichzeitig auch noch der Speicherpunkt ist. Nur bei ihm könnt ihr speichern, was ein etwas gewöhnungsbedürftiges System darstellt, da ihr manchmal zeitaufwendige Passagen meistern müsst, um ihn wiederzusehen und somit abzusichern. Trotzdem begegnet er euch oft und vor allem vor den wichtigsten Augenblicken. Insgesamt gibt es 7 verschiedene Level/Szenarien. Um Schritt für Schritt weiterzukommen, müsst ihr meist diverse Aufgaben wie das Finden von Schlüsseln oder die Wahl der Richtigen von vielen Türen ausführen.
Erste Sahne Die Locations sind in „Curse: The Eye Of Isis“ dennoch keinesfalls auf das Museum fixiert. Ihr spielt nämlich vom viktorianischen London bis zu den ägyptischen Pyramiden, von Bahnhöfen bis zu Kaianlagen. Die riesigen Zeitsprünge fallen dabei gar nicht auf, da sie optimal in den Spielverlauf integriert worden sind. Auch die grafische Darstellung des Spiels ist wirklich gelungen. Selbst in niedrigeren Auflösungen wirkt das Spiel und vor allem die Texturen noch sehr detailliert – Sowohl von der Anzahl, als auch von der Auflösung her (Ausnahme Pyramiden: Hier wirken die Texturen ein wenig eintönig). Auch die Animationen der Charaktere und Monster sind genretypisch gut gelungen und kommen in der automatisch gewählten 3rd Person-Kameraansicht optimal rüber. Die Körper bestehen aus vielen Polygonen, wodurch sehr flüssige Bewegungsabläufe entstehen. Hier könnt ihr übrigens an manchen Stellen in die Ego-Perspektive schalten, um so mehr Atmosphäre mitzubekommen. Lediglich die Steuerung ist durch die vielen, automatischen Kamerawechsel etwas gewöhnungsbedürftig, Fans von Horror-Adventures sollten damit aber keine weiteren Probleme haben. Die Zwischensequenzen werden in „Curse: The Eye Of Isis“ in Echtzeit gerendert, wodurch bei jedem Spielen ein anderes, aber immer gruselig schönes Schaubild entstehen kann. Der Sound bietet hier leider weniger Innovationen. Die Soundeffekte sind alle nur noch 08/15-Ware und waren alle irgendwie schon einmal da. Lediglich die stimmungsvolle Grusel-Musik konnte uns überzeugen.
Pro - Schöne Grafik - Saubere, echtzeitgerenderte Zwischensequenzen - Gruseliger, innovativer Spielspaß - Zwei spielbare Charaktere - Gute Story - Das „Schritt Für Schritt-Entdecken“ von neuen Waffen, Feinden und Gegenständen
Contra - Steuerung ist gewöhnungsbedürftig - Nerviges Speichersystem - Automatische Kameraansicht oft unpassend
Fazit Cooles, gruseliges und spannendes Spiel, dass mit seiner schönen Grafik und der tollen und innovativen Story lockt. Wir fanden das Spiel sehr interessant und können es ganz klar weiterempfehlen. „Curse: The Eye Of Isis“ ist endlich mal wieder eine gute Alternative zu „Resident Evil“ oder „Alone In The Dark“.
AUTOR: Martin 18.11.2003, 23:29h
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