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Cypher: Code Der Verdammnis

Mit „Cypher: Code Der Verdammnis“ (Englisch: „Traitor’s Gate 2“) haben die 258 Productions das Sequel zum in den USA sehr beliebten „Traitor’s Gate“ entwickelt. Vertrieben wird das Adventure im „Indiana Jones“-Stil von The Adventure Company, der sehr berühmten Schmiede rund um das mittlerweile wiederbelebte Genre. Ob es letztendlich etwas geworden ist und ob das Spiel somit wieder das Zeug zu einem Topseller hat, erfahrt ihr natürlich bei uns im Test.

007 ist von gestern
Im Spiel „Cypher“ steckt ihr im Körper eines sehr guten oder genauer gesagt des besten Geheimagenten. Als letzter Trumpf in der Hand der Regierung werdet ihr auf eine schier aussichtslose Mission geschickt, solltet ihr entdeckt werden oder scheitern werden alle eure Bekanntschaften mit der Regierung abgestritten. Eure Aufgabe ist hier eine neue Gefahr aufzuhalten, denn gefährliche Extremisten haben einen heimtückischen Virus hergestellt mit dem sie versuchen Amerika durch Anschläge zu schwächen und den Weltfrieden zu zerstören. Der Virus würde alle Kommunikationsnetze umcodieren und somit ein totales Chaos erschaffen, dass ihr aber, bevor es eintritt, aufhalten müsst. Zu eurem Erfreunis hat der Geheimdienst herausgefunden, dass sich der Stützpunkt der Terror-Organisation in einer alten, babylonischen Stätte in der Wüste befindet. Während dieser erfreulichen Ereignisse wurde allerdings auch noch eine wertvolle Com-Sat-Einheit entführt und der für sie Verantwortliche namens Jo Harras wurden tot in einem Fluss vorgefunden.
An dieser Stelle macht ihr euch also in guter „Splinter Cell“-Manier ans Werk und beginnt den altbekannten Wettlauf gegen die Zeit. Auf eurem Weg die Welt zu retten steht euch unter anderem die modernste Spezial-Ausrüstung zur Verfügung, die ebenfalls seit dem eben genannten Spiel richtig bekannt geworden ist.

Labyrinthe, Rätsel und mehr
Der Weg zu und in den babylonischen Stätten ist hierbei gar nicht so einfach gehalten, denn in „Cypher: Code Der Verdammnis“ müsst ihr viele Rätsel bewältigen und nicht nur auf stumme Action setzen. Auf eurem Weg zu den Extremisten verfolgen euch also viele Aufgaben und/oder Puzzles, die ihr ganz alleine Lösen müsst. Den Anfängern unter euch wird aber trotzdem anfangs ein wenig geholfen, denn schließlich seid ihr nicht die ersten Forscher, die sich auf die „große Reise ins Ungewisse“ aufmachen. So findet ihr in den ersten Spielstunden gehäuft Gegenstände, wie zum Beispiel Tagebücher, die euch mit nützlichen Tipps zur Seite stehen. Doch oft sind diese Puzzles dennoch zu schwer gestaltet, da ihr euch Gebilde oder Reihenfolgen merken müsst und das meist nicht ohne ein Stift und ein Blatt Papier zu behalten ist. Oft wirken die Rätsel auch langweilig, da viel mit Hebeln gelöst werden muss. Klar ist, dass dies bei der mittlerweile fast schon 08/15 Story auf Dauer einfach keinen Spaß macht, denn irgendwann werden auch die schlausten Kombinationen einfach nur noch langweilig.

Sinnes-Nutzung
Gespielt wird in guter „Indiana Jones“-Manier, welche im Fachbereich als 3rd-Person-Perspektive zu bezeichnen ist. Eigentlich ist es eine gelungene Abwechslung zu den sonstigen Spielen von The Adventure Company, aber trotzdem wurde dieser Schritt nur mangelhaft umgesetzt. Da wären zum Einen die langweiligen und nicht gerade abwechslungsreichen Texturen und auch die immer wieder auftretenden Clipping-Fehler. Auch an Atmosphäre wird nicht viel geboten, denn „Cypher“ kommt ohne größere Effekte. So erwarten euch lieblos dargestellte Fackeln oder sehr eintönige Spinnennetze. Die grafische Umsetzung ist also wie die Storyline eher Standard-Kost, denn es sind wirklich nur die wichtigsten Bestandteile integriert.
Der Sound ist hier auch so eine Sache, denn er besteht im Grunde nur aus sehr leisen, immer gleich bleibenden Fußschritten, den verschiedenen Stimmen und einer komisch-mysteriösen Melodie, die allerdings nur manchmal zum Vorschein kommt. Den „Buh!“-Effekt oder ähnliches werdet ihr leider vergebens suchen.
Das Spiel kann komplett mit der Tastatur gespielt werden, da die Maus die Steuerung auch nur noch viel schwieriger macht und stört. Auf dem Weg zum Ziel werdet ihr durch viele, viele Gänge oft verwirrt. Zudem gibt es für aufnehmbare Gegenstände oder ausführbare Aktionen keine Icons, die auf dem Mauszeiger angezeigt werden, was oft zu Frust wird, wenn ihr dann doch etwas vergessen habt.

Pro
- Teils gute Rätsel
- 3rd Person Adventure im “Indiana Jones”-Stil
- Einige Story-/Spiel-Abschnitte sind gut gestaltet

Contra
- Rätsel oft zu schwierig und oft wiederholend
- Oft verwirrende Spiel-Situationen
- Mäßige Grafik
- Story insgesamt nur 08/15

Fazit
“Cypher: Code Der Verdammnis” ist den Erwartungen nicht gerecht geworden. Fans können zugreifen, andere sollten es aber lieber beim Vorgänger oder bei anderen Spielen des Genres belassen, denn bei “Cypher” gibt es einfach zu viele Ungereimtheiten, die den gesunden Spielverlauf stören.

AUTOR: Timo 04.12.2003, 21:52h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

258 Productions

Adventure Company

Deutsch

39,95€

1 CD

12

P4 2,6
GeForce 4 ti
512 MB RAM

GRAFIK:

 68%


SOUND:

 61%


GAMEPLAY:

 72%


GESAMT:

 66%

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