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Der Hobbit

Ein Virus wirrt durch die Menschheit
Da jetzt schon der 3. Teil der Trilogie "Der Herr der Ringe" rauskam, werdet ihr Fans vom 1. und 2. Teil bestimmt nicht entäuscht gewesen sein. Doch was macht ihr jetzt, um eure Zeit zu Vertreiben, bis es etwas neues aus dieser Fantasy-Welt gibt? Warten und Tee trinken? Nein, das ist euch sicher viel zu langweilig, also ran an die Computer, denn wie zahlreiche andere Publisher hat nun auch Vivendi Universal Interactive ein weiteres Spiel mit der Original-Lizenz herausgebracht, in dem ihr euch durch Mittelerde kämpfen müsst. Trotzdem ist es kein normales Spiel, dies sei an dieser Stelle schon mal gesagt, denn in „Der Hobbit“ (Englisch: „The Hobbit“) müsst ihr euch nicht mit einem der Beutlins oder Gefährten durchschlagen. „Der Hobbit“ ist nämlich ein Spiel, in welchem ihr die Vorgeschichte zu den Filmen erfahrt und basiert zudem auf dem Roman “Der Kleine Hobbit”. Und ob sich das Spiel wirklich gut gegen die Konkurrenz schlägt, erfahrt ihr bei uns im GamesEcke-Test.

Eine Frage und eine Antwort
Gandalf fragt euch, ob ihr mit auf die Reise kommen wollt,um den bsen Drachen Smaug zu bezwingen. Doch ist dieser Auftrag für euch noch ganz geheuer, denn ihr seid doch nur der kleine Bilbo Beutlin. Nach einem mysteriösen Traum ändert ihr eure Meinung in der Rolle des Hobbits allerdings sofort, denn darin kämpft ihr euch mit dem Schwert durch hunderte von Orks und seit ein tollkühner Held.
Habt aber keine Angst, denn das Spiel geht minder spektakulär los, als es im Traum noch zum Anschein kam. Ihr dürft euch erst einmal ein wenig im Dorf austoben, dabei doch recht witzige Aufgaben lösen und euch somit mit der relativ leicht erlernbaren Steuerung vertraut machen. Das Rumhüpfen durch die grünen Grasflächen ist auch nicht umsonst, da es euch auch in die sonstigen Aktionen des Beutlin einweist. Dadurch bleibt euch zu alledem ein Tutorial erspart. Hinter vielen Sträuchern und Wiesen sind hier, wie übrigens im ganzen Spiel, Silberpennys und Mutpunkte versteckt, die euch nicht schaden können.

Ist das Spiel etwas für wahre Fans?
“Der Hobbit” kann es eigentlich nicht richtig schaffen ein gutes Spiel zu werden. Es gibt zwar die gute Story und die Action-Einlagen, die dieses 3D-Adventure immer wieder mit 30 verschiedenen Gegnertypen auflockern, aber der große Spielspaß bleibt letztendlich aus, nicht zuletzt, das alles klein, süß und kuschelig aussieht. Das Spiel sollte unserer Meinung nach eine Alters- oder Spielspaßgrenze bis 12 Jahre haben, da es den Älteren unter euch womöglich zu langweilig vorkommen wird. Die hier und da auftretenden Rätsel sind hierbei auch nicht das Wahre, da ihr sie mit Leichtigkeit lösen werdet. Die eben schon erwähnten Actionparts machen schon deutlich mehr Spaß, wobei diese auch wieder durch die Kamera gestört werden, da diese sich desöfteren unpassend platziert und somit die Steuerung nur unnötig erschwert. Besonders diverse Schleichaufgaben, wie das Vorankommen in einem vollbesetzten Ork-Lager, sind immer wieder schwer zu Meistern.
Bei der PC Version könnt ihr übrigens noch zusätzlich die Maus bei der Steuerung benutzen, was das Ganze unserer Meinung nach aber nur zusätzlich erschwert. Mit der Tastatur oder einem GamePad seid ihr einfach besser dran.

Eckig, Eckiger, am Eckigsten
Mit der Grafik des Spiels kann Vivendi Universal Interactive nicht wirklich prahlen. Die 3D-Welten sind allesamt kunterbunt wie in einem Kindermalbuch und wirken durch viele Ecken und Kanten wie eine typisch schlechte Konsolen-Konvertierung eines 3D-Adventures. Sonderlich detailliert wirkt das Ganze auch nicht, aber immerhin sind die Animationen der Charaktere doch recht gut gelungen. Und die immer wieder auftretenden Videos sind eine Klasse für sich: Hier kann sich so mancher Konkurrent ein Beispiel nehmen.
Bei der Sound-Untermalung sind es beim “Hobbit” doch schon wesentlich besser aus. Im Hintergrund läuft die ganze Zeit eine schöne und passende Melodie. Die Aufgaben werden euch durch perfekte und synchron gesprochene Sprachausgabe verdeutlicht und durch lustige Sprüche sehr amüsant gemacht. Die Rolle des kleinen Bilbos übernimmt hier kein geringerer als der Comedian Bastian Pastewka.

Pro
- Die Vorgeschichte zum “Herr Der Ringe”
- Lockere Steuerung
- Zufriedenstellende Animationen
- Tolle Filmsequenzen
- Gute Hintergrundmusik
- Fabelhafte Sprachausgabe
- Viele verschiedene Gegnertypen

Contra
- Kunterbunte und eckige Grafik
- Teils nervige Kamerapositionen
- Lahme Rätsel
- Eher an jüngere Spieler gerichtet

Fazit
Vivendi Universal Interactive hat mit “Der Hobbit” eher ein Spiel für Jüngere auf den Markt gebracht, denn richtig überzeugen kann es durch die Kunterbunt-Grafik nicht. Da helfen auch nicht die tollen Zwischensequenzen, die Original-Lizenz, die gute Sprachausgabe und die Vorgeschichte zum “Herr Der Ringe”, es gibt einfach zu viele Ungereimtheiten, die das Spiel wirklich nur für junge Spieler interessant machen.

AUTOR: Timo 08.01.2004, 19:14h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Inevitable Entertainment

Vivendi

Deutsch

44,95€

1 CD

12

P4 2,6
512 MB RAM
GeForce 4 ti

GRAFIK:

 70%


SOUND:

 81%


GAMEPLAY:

 64%


GESAMT:

 71%

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