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Der Planer 3

Die „Planer“-Serie gehört schon seit ihrem Ursprung zu den beliebtesten Wirtschaftssimulationen überhaupt. Die große Fangemeinde ist von dem großen Umfang und dem langen Spielspaß der ersten beiden Teile quasi schon verwöhnt, weshalb es die Entwickler von Phenomedia mit dem dritten Teil sehr schwer haben werden, denn sie müssen die Fans und ihre Bedürfnisse natürlich wieder zufrieden stellen. Ob Sie es wirklich geschafft haben, erfahrt ihr im nachfolgenden Härtetest.

Meine Spedition und Ich
Auch in „Der Planer 3“ übernehmt ihr wieder die Rolle eines Spediteurs im Bereich von Lastkraftwagen. Zunächst wählt ihr euch die Stadt, in der ihr später euer hoffentlich florierendes Unternehmen stehen haben wollt. Neben dem Standpunkt entscheidet ihr euch auch für einen Schwierigkeitsgrad (mehr oder weniger Start-Budget) und eventuell schaltet ihr auch das neue, private Leben ein. Letztgenanntes erklären wir euch im Laufe dieses Reviews.
Habt ihr euch entschieden, so beginnt das Spiel. Als Erstes befindet ihr euch in der Stadt-Ansicht und sucht euch einen Standpunkt für eure spätere Zentrale aus.

Zwischen Arbeitsamt und Aufträgen
Nun könnt ihr euer Firmengebäude erstmals betreten und die Arbeit geht los. Zuerst solltet ihr einige Anrufe mit dem Arbeitsamt führen, um ein paar qualifizierte Leute einzustellen, die euch auf jeden Fall behilflich sein können. Jetzt gilt es, dass ihr euch erst einmal 1-2 LKW mit Anhänger zulegt, egal ob gemietet oder gekauft - Nur mit diesen Hilfsmitteln könnt ihr überhaupt Aufträge und somit euer Geld erhalten. Profis werden ihre Routen hier gleich mehrfach planen, denn mit mehreren Ladungen auf einer Strecke, welche in einem LKW unterteilt sind, werdet ihr gleich noch mehr Scheine auf einen Schlag verdienen. Je nach Situation könnt ihr die Zeit übrigens langsamer oder schneller laufen lassen.

Die Risiken des Spediteur-Lebens
Neben Geldproblemen können euch in „Der Planer 3“ auch ganz andere Risiken überraschen. So besitzt jeder eurer Mitarbeiter seine eigene Zufriedenheitsskala, die mit Hilfe von Smilies angezeigt wird. Aufbessern könnt ihr Diese beispielsweise durch Geschenke oder ein höheres Gehalt. Auch ihr habt als „Planer“ eure eigene Skala, welche allerdings nicht die Zufriedenheit, sondern eure Lebensenergie anzeigt. Liegt Jene irgendwann bei Null, steht ihr kurz vor dem Tod und das Spiel wäre in diesem Fall beendet.
Der Titel ist durch all diese Features mittlerweile so komplex geworden, dass er selbst auf der Wirtschafts-Universität in Bordeaux als Lernmittel benutzt wird.

Das „Planer“-Leben
Das Privatleben bietet in „Der Planer 3“ eine zusätzliche und neue Herausforderung. Auf den ersten Blick erinnert alles etwas an eine abgespeckte Version der „Sims“, denn ihr müsst euren Charakter, sowie die eventuell vorhandene Familie, füttern, pflegen, ausruhen und entertainen. Nur so könnt ihr die oben erwähnte Lebensenergie auch aufrecht erhalten.
Grafisch ist „Der Planer 3“ nicht einmal die 20€ wert. Die Animationen der Charaktere wirken extrem hölzern und die sonstige Umgebung ist sehr statisch und nicht gerade abwechslungsreich. Lediglich die gelegentlich auftretenden Videoszenen lockern das Spiel ein wenig auf, leider liegen auch Diese nur in sehr schlechter Auflösung vor.
Auch die hörbare Untermalung unterscheidet sich nicht gerade von den Vorgängern, aber zum Glück lässt sich das nervige Hintergrund-Gedudel abstellen.

Pro
- Sehr komplexer Titel
- Privates Leben miteingebracht
- Viel Langzeitspaß
- Nur 20€

Contra
- Grafisch veraltet
- Nerviger Sound
- Bugs (Probleme auf unseren Windows XP-Testrechnern)/Logikfehler

Fazit
„Der Planer 3“ ist wieder eine astreine Wirtschaftssimulation, sogar noch umfangreicher und spaßiger als die beiden Vorgänger. Allerdings gibt es auch einige Punkte die den Spielspaß trüben. Unter andere wären Diese die komplette, technische Untermalung, sowie die nervigen Bugs und Logikfehler, die hoffentlich mit dem ersten Patch behoben werden.

AUTOR: Carsten 08.11.2003, 20:45h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Phenomedia

ak-tronic

Deutsch

18,99€

1 CD

-

P4 1,8
768 MB RAM
Radeon 9800

GRAFIK:

 49%


SOUND:

 43%


GAMEPLAY:

 77%


GESAMT:

 59%

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