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Gun Metal

Nach dem Erscheinen der Xbox-Version, gibt es das Actionspiel „Gun Metal“ jetzt endlich auch für den PC, herausgebracht von Data Becker unter dem neuen Nitro Games-Label. Wie die Umsetzung des schon etwas älteren Konsolentitels gelungen ist und wie es sich auf dem PC spielt, könnt ihr in diesem Test lesen, denn wir haben das Spiel auf Herz und Nieren für euch geprüft.

Das Projekt „Gun Metal“
Feinde nähern sich. Es ist allerhöchste Zeit für das Projekt „Gun Metal“, eure letzte Hoffnung. Euer 10 Meter hoher, schwer bewaffneter Kampfanzug, der "Havoc Suit", stapft los. Ab jetzt geht es schnell: Wähernd ihr mit MG, Flak-Geschütz und Co. die Feindstreitmacht bekämpft, die eure Basis bedroht, kommt schon der Hilferuf eines entlegenen Dorfes - Es wird von feindlichen Luftstreitkräften angegriffen. Zusammen mit den befreundeten Einheiten zerstört ihr die letzten Feinde vor eurer Basis. Jetzt muss das Dorf gerettet werden. Aber wie? Das Dorf liegt viel zu Weit von der Basis weg, um es zu "Fuß" zu erreichen. Doch der "Havoc Suite" ist nicht umsonst der Hoffnungsträger einer ganzen Nation, die wie so oft in einem Spiel vor dem Untergang steht. Per Knopfdruck transformiert sich der riesige Kampfkoloss in einen schnellen, wendigen Jet. Damit ist es kein Problem mehr, das bedrohte Dorf zu erreichen und kurzen Prozess mit den gegnerischen Lufteinheiten zu machen. So und ähnlich actionreich spielen sich fast alle Missionen in "Gun Metal". Mal müsst ihr einen Konvoi verteidigen oder den Feinden direkt auf ihrem Gebiet an den Kragen gehen. Etwas wirklich herausragend neues gibt es in „Gun Metal“ allerdings nicht, auch nicht im Gegensatz zur XBox-Version. Auch die Story wird über die Missionen hinweg nicht fortgeführt, es ist einfach nur stumpfes Geballer ohne jeglichen Auflockerungen wie Zwischensequenzen oder längere Dialoge, was dem ein oder anderenn unter euch vielleicht gar nicht zu Gute kommt.

Waffen, wir brauchen Waffen
Das Waffenarsenal in "Gun Metal" umfasst mehrere Waffen, die nach und nach freigeschaltet werden. Es reicht von dem primären MG im Läufer bis hin zur flächendeckenden Streubombe im Kampfjet. Vor jeder Mission könnt ihr eine Auswahl von 3 Waffen für jeweils den Kampfläufer und den Jet treffen. Da es während den Schlachten oft ziemlich hitzig zugeht, kommt ihr in vielen Fällen mit der Waffenauswahl durcheinander, was teilweise fatal endet und dadurch Frustgefühle auslösen kann.
Schade ist, dass komplett auf ein Tutorial verzichtet wurde und sich viele Konvertierungs-Krankheiten bemerkbar machen. So gibt es das ausführliche Handbuch beispielsweise nur im PDF-Format, das Menü kann nur mit Tastatur gesteuert werden und der CD-Key befindet sich dummerweise direkt auf dem Medium. Auch eine normale (Schnell-)Speicherfunktion gibt es in „Gun Metal“ nicht. Es wird wie bei fast jeder Konsolen-Konvertierung nach jeder Mission automatisch gespeichert.

Überschaubare Action
Zu Tun habt ihr während den Missionen immer etwas. Ständig nähern sich von irgendwo her Gegner und bekämpfen euch oder eure Verbündeten, die ihr natürlich auch in vielen Fällen beschützen müsst.
Zum Glück ist die Steuerung im Spiel recht simpel. Wie in den meisten anderen Action-Spielen wird die Tastatur (W, S, A, D) zum Laufen benutzt und Umschauen könnt ihr euch ebenfalls Genre-typisch mit der Maus. Das Umschalten von Roboter in Kampf-Jet erfolgt flüssig und bequem per Knopfdruck.
Die Grafik ist recht hübsch, die Umgebung wird sehr realistisch dargestellt und ist aufgrund der verschiedenen Schauplätze/Landschaften auch immer wieder abwechslungsreich. Nur Effekte wie Explosionen und die Partikel sehen teilweise recht hölzern aus, was eigentlich Schade ist, da solche Effekte fast dauerhaft auf dem Bildschirm zu sehen sind. Immerhin kommen die Laser-Effekte gut herüber, sodass die Grafik im Großen und Ganzen immernoch recht schön anzuschauen ist und das trotz niedriger Auflösungen.
Die Musik im Spiel ist recht mager, was aber auch gar nicht schlimm ist, weil ihr meistens sowieso nur die Geräusche von mächtigen Explosionen hört, die dann aber sehr passend und gelungen herüberkommen.

Pro
- Nie langweilig
- Viele Waffensysteme
- Lockere Steuerung
- Abwechslungsreich durch Boden- und Luftkämpfe
- Verschiedene Schauplätze/Landschaften
- Gute Sound-Effekte
- Kein Vollpreis (Nur knapp 30€)

Contra
- Nicht der beste Soundtrack
- Recht kurz
- Unschöne Partikeleffekte
- Krankheiten einer typischen Konsolen-Konvertierung
- Keine aufbauende Story

Fazit
“Gun Metal” ist ein recht kurzes Action-Spiel ohne wirkliche Neuigkeiten. Das Alter seit dem Erscheinen der XBox-Version werdet ihr dem Spiel kaum Anmerken und es ist insgesamt eine recht gelungene Konvertierung mit ein paar kleineren Krankheiten.

AUTOR: Alex 11.01.2004, 13:18h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Rage

NitroGames

Deutsch

29,95€

1 CD

12

XP 2200+
GeForce 3 ti
256 MB RAM

GRAFIK:

 81%


SOUND:

 77%


GAMEPLAY:

 76%


GESAMT:

 78%

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