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I Was An Atomic Mutant

“Rampage” in 3D!
Du bist ein armer Mensch, der in den fünfziger Jahren lebt, du führst ein ruhiges und entspanntes Leben, bis du plötzlich durch Atombombentests radioaktiv verseucht wirst und dich in ein riesengroßes Monster verwandelst, das nur noch eins kennt: Rache an der menschlichen Rasse.
Dies ist die ungefähre Vorgeschichte von “I was an Atomic Mutant”. Mehr Story wird in diesem Spiel aber auch nicht geboten. Nach einem Intro in schwarz/weiß wählst du dir eines von 4 Monstern und einen Schwierigkeitsgrad. Dann geht es auch schon mit der Zerstörung los. Anfangs gegen kleine Städte mit geringer Verteidigung, später gegen ganze Militärdivisionen, die sich in ihren Basen eingegraben haben. Zu der Atmosphäre trägt stark das fünfziger Jahre B-Movie Image bei, das sich vor allem an den Sprechern und dem Design der Schriften und Menüs zeigt. Auch lustig, aber sinnlos ist die schwarz/weiß Option, bei der das gesamte Spiel in schwarz/weiß gespielt wird.

Zu einfach...
Die 4 verschiedenen Monster (ein Alien Roboter, eine Riesenfrau, ein fliegendes Gehirn und eine große Echse) sind spielerisch ziemlich gleich, ihre Attacken unterscheiden sich meistens nur von der Optik. Spielen kann man das Spiel mit zwei unterschiedlichen Modi, dem Arcademodus, in dem man in drei Schwierigkeitsgraden soviele Levels wie möglich schaffen muss, ohne alle Leben zu verlieren und dem Monster Modus, in dem man nur ein Leben aber unbegrenzt Energie für seine Waffen hat.
Das schwierigste in diesem Spiel ist aber zu verlieren. Auch im höchsten Schwierigkeitsgrad passiert es so gut wie nie, dass der Energiebalken auf null sinkt und im Arcade Modus hat man sowieso immer genug Leben, was nicht umbedingt zum Spielspaß beiträgt, weil es nach kurzer Zeit extrem langweilig wird, eine gleichaussehende Stadt nach der Anderen mit immer den selben Waffen zu zerlegen. Ein weiteres, witziges Feature des Spiels ist, dass man Gegenstände wie Autos oder Menschen packen kann und sie dann gezielt auf Gebäude oder fliehende Menschenmengen zu werfen. So bleibt “I was an Atomic Mutant” ein Spiel für zwischendurch, um seinen Frust abzubauen.
Was auch nicht gerade zum Spielspaß beiträgt, ist die Grafik. Die Monster sind ja noch ganz gut animiert und haben halbwegs hübsche Texturen, doch die Städte langweilen einen schon beim ersten Blick zu Tode. In einem riesengroßen, leerem Areal mit Wüstentextur stehen ein paar klotzige Gebäude, die aus sehr wenigen Polygonen bestehen und total langweilig und verwaschen texturiert sind. Trotz lizensierter Havoc-Technologie fallen Gebäude extrem unrealistisch zusammen.

Hört sich nach Zerstörung an!
Ein schrecken aller Sinne ist “I was an Atomic Mutant” nicht, denn der Sound fällt wirklich gut aus. Die Sprecher, die gruselige Orchestermusik: Alles passt perfekt zum Image des Spiels. Das Einzige, was man beim Sound hätte besser machen können, ist die Einstellung der Lautstärke. Der Standartwert ist für die meisten Systeme viel zu hoch angepasst, sogar der Minimalwert war auf unserem Testrechner zu laut.
Was dem Spiel gefehlt hätte, wäre mehr Abwechslung, z.B. durch unterschiedliche Aufgaben, größere und interessantere Städte oder einen Multiplayermodus bei dem man gleichzeitig mit seinen Freunden auf Zerstörungstouren gehen könnte.
Auch bei der Verpackung und dem Handbuch hat man sich scheinbar keine Mühe gegeben, was sich nach Verpckungstext "Handbuch" nennt, ist ein einfaches, schwarzweiß gedrucktes CD-Inlay mit Installationsbeschreibung und Lizenzvereibarung ist. Ausserdem steht auf der Rückseite der Packung sinnloserweise zweimal derselbe Untertext für ein Screenshot.

Pro
- 50’ger Image
- Zeitweise spaßige Zerstörung
- Passender Soundtrack
- Geringer Preis

Contra
- Langweilige Grafik
- Geringer Dauerspaß
- Gleiche Charaktere

Fazit
“I was an Atomic Mutant” ist ein nettes Spiel für zwischendurch, aber spätestens nach dem 10. gleichaussehendem Level bekommt man Kopfschmerzen und will das Spiel nicht mehr sehen. Obwohl das Spiel an sich nicht viel Schlechtes hat, es hat nur  wenig Gutes. Die Atmosphäre eines fünfziger Jahre B-Movies wird durch Design, Sprecher und Sound perfekt aufgebaut, aber das allein reicht leider nicht für ein gutes Spiel.

AUTOR: Alex 06.07.2003, 13:16h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Canopy Games & ValuSoft

THQ

Englisch

19.99€

1 CD

12

P4 1,7 GeForce2MX 512 MB RAM

GRAFIK:

 48%


SOUND:

 85%


GAMEPLAY:

 50%


GESAMT:

 55%

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