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Jedi Knight: Jedi Academy

Jediritter mal ganz anders
Gleich am Anfang des neusten Streiches von Lucas Arts, Raven Software und Activision haben sich die Entwickler eine neue und meiner Meinung nach sehr lobenswerte, Idee einfallen lassen.
Statt einen vorgegeben Charakter zu spielen können wir zwischen verschieden Spezies, Geschlecht und Aussehen unseres Helden wählen.
Darüber hinaus bleibt es ebenfalls
euch überlassen welche Farbe euer Lichtschwert hat und welchen Griff die elegante Waffe des Jedi besitzt.
Einziger Haken ist hierbei, dass ihr leider weder das Gesicht, noch die Haarfarbe und Größe des Jedis bestimmen dürft. In diesem Fall hätten sich die Programmierer noch ein wenig von „Morrowind“ abgucken können.
Aber im Großen und Ganzen hat Raven Software einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Und los geht’s
Im Spiel „Jedi Knight: Jedi Academy“ betretet ihr als junger Jedilehrling, Jaden Korr, die berühmte Akademie von Luke Skywalker. Unter der Aufsicht des Jedimeisters, Kyle Katarn, der in den letzten zwei Teilen der „Jedi Knight“-Saga die Hauptrolle spielte, beginnt ihr euer Training mit den Grundkenntnissen der Macht, zu denen Kräfte wie Schub, Griff, Geschwindigkeit, Gespür, Springen und der Umgang mit dem Lichtschwert zählen.
Nach erfolgreich absolviertem Training
werdet ihr auch gleich schon mit eurem Meister auf die erste Mission geschickt, in welcher ihr gleich mal eure neu erworbenen Fähigkeiten an ein paar Söldnern und Handlangern ausprobieren könnt.
Nach der ersten überstandenen Missionen
werdet ihr zur Akademie zurückgerufen, um euch im Auftrag der Akademie auf einen Einsatz zu begeben, welcher euch in der Handlung des Spiels weiter in die geheimnisvollen Intrigen der dunklen Jedis und des Imperiums führt.
Immer wieder werden wir im laufe des Spiels in diesen „Leitfadenmissionen“, in Missionen über zum Beispiel Sith-Kultn abtrünnigen Jedis oder auch einfache Aufklärungsmissionen geschickt.

Möge die Macht mit euch sein
Das ist sie auch. Denn vor jeder Mission dürft ihr einen Machtpunkt in eine Fähigkeit eurer Wahl stecken. Dem heranwachsenden Jedi stehen von Anfang an alle Türen offen, das heißt, dass ihr die helle Seite, wie auch die dunkle Seite der Macht für eure Zwecke nutzen könnt. Doch ihr solltet euch immer zweimal überlegen, in welche der 8 zu wählenden Fähigkeiten, investiert wird. Denn nicht jede Macht wird am Ende des Spiels die Dritte und damit auch stärkste Stufe erreichen. Die Grundkenntnisse lassen sich nämlich nicht durch euch beeinflussen. Sie steigen mit der Zeit immer weiter auf.

Waffen, Kämpfe und Co.
Leider gibt es in Sachen Waffen nicht sehr viel neues. Es stehen uns die, wie auch schon im letzten Teil („Jedi Knight II: Jedi Outcast“), alt bekannten Waffen wie unter anderem das Lasergewähr, Lasersniper und Raketenwerfer zur Auswahl. Lediglich eine neue Waffe können wir im neuen „Jedi Knight“ auftreiben. Und zwar ein sehr starkes und wirkungsvolles Geschoss. Doch auch diese sehr verheerende Waffe kann den vielen dunklen Jedis nichts anhaben. Hier hilft dann nur das gute, alte Lichtschwert.
Und in diesem Punkt haben sich die Entwickler mächtig ins Zeug gelegt. Denn in „Jedi Academy“ wird vor allem auf den Umgang mit dem Lichtschwert gesetzt. Die vielen und auch sehr guten Duelle der Jediritter mit den gleichbürtigen Gegnern der dunklen Seite sind mehr als nur verbessert worden. Es wurden zum Teil richtige Koeografien der Lichtschwert wirbelnden Helden eingebaut. Das heißt, dass die Lichtschwertkämpfe noch näher an die Vorbilder der „Star Wars“ Filme herangekommen sind.
Außer dem alten Lichtschwert aus den vorangegangenen Teilen gibt es auch die Möglichkeit sich im Laufe des Spiels ein Lichtschwert mit zwei Klingen, wie es in „Episode I: Die dunkle Bedrohung“ vom Sithlord, Dath Maul, höchstpersönlich geführt wird oder auch mit zwei Lichtschwertern den Kampf fortzuführen.
Die meisten Gegner kennen die „Jedi Knight“-Fans schon aus dem letzten Teil. Doch es gibt nun auch neue, fiese Roboter, welche mit einer riesigen Feuerkraft oder mit einem elektrisch aufgeladenen Energieschild ausgerüstet sind.
In Sachen Fortbewegung hat sich auch einiges getan. Konntet ihr euch im alten „Jedi Knight II“ meistens nur zu Fuß fortbewegen, so dürft ihr in „Jedi Knight: Jedi Academy“ auch schon mal auf ein Speederbike springen und euch ein heißes Rennen mit euren Verfolgern liefern. Auf dem Eisplaneten Hooth könnt ihr euch ein dort angesiedeltes Tier als Reitmöglichkeit beschaffen, um somit große Distanzen hinter euch zu bringen.

Angestaubt, aber noch nicht vergessen
Zur Grafik ist folgendes zu sagen: Da Raven Software immer noch die alte „Quake 3“-Engine in „Jedi Academy“ benutzt, sind die Zwischensequenzen etwas veraltet und die Körper der einzelnen Personen für den heutigen Stand der Technik zu kantig. Leider werden auch bei “Jedi Academy” keinerlei Stimmen lippensynchron.
Hätten die Entwickler hier in eine aktuellere, wie zum Beispiel die “Unreal 2”-Engine, benutzt, so wären zwar die Systemanforderungen, aber auch der Spielspaß und die Performance deutlich angestiegen.
Doch im Vergleich zu der alten Grafik von „Jedi Knight II“ gibt es erhebliche Verbesserungen in Sachen Details und Einzelheiten. Es wurde wirklich das letzte aus der angestaubten “Quake 3”-Engine herausgeholt.

Multiplayer
Der Multiplayer hat sich eigentlich nicht wesentlich geändert, denn außer zwei neuen Spielmodi (Belagerungsmodus und Machtduelle), hat sich hier bis auf neue Karten und Schauplätze nichts geändert. Die neuen Modi sind aber vor allem für Clans gedacht und werden erst mit mehreren Leuten so richtig spaßig.

Pro
-
Freie Missionswahl
-
Verbesserte Lichtschwertduelle
- Niedrige Systemanforderungen
- Gute Story
- Zwei verschiedene Enden
- Abwechslungsreiche Missionen
- Selbst konstruierbarer Jediritter

Contra
-
Angestaubte Grafik
-
Kaum neue Waffen

Fazit
Trotz der angestaubten Grafik ist “Jedi Knight: Jedi Academy” wieder ein sehr schönes Spiel geworden. Dank der vielen und besseren Lichtschwertduelle kommt jeder Fan der Jediritter auf seine Kosten. Das offene Ende lässt außerdem auf ein Add-On hoffen. ;-)

AUTOR: Julian 01.10.2003, 14:52h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Raven Software

Activision

Deutsch

59,99€

2 CD’s

16

XP 2400+
Radeon9000
256 MB RAM

GRAFIK:

 76%


SOUND:

 73%


GAMEPLAY:

 89%


GESAMT:

 83%

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