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In „King’s Chess“ könnt ihr über jeweils 16 Figuren pro Spiel befehligen, da es eine lupenreine und regelgerechte Schach-Simulation auf dem PC ist. Mit diesen müsst ihr intelligente und geschickte Züge machen, um entweder den Computergrgner oder einen humanen Gegenspieler im lokalen Netzwerk, an einem PC oder im weltweiten Netzwerk zu besiegen. Hierbei entscheiden auch alleine das Geschick und das intelligente Planen und Voraussehen eurer eigenen und der gegnerischen Züge. Ob die Schach-Umsetzung von enjoy Entertainment für den PC gelungen oder eher dürftig ausgefallen ist, erfahrt ihr in unserem Review.
Der Einstieg Wenn ihr bedenkt das Schach, falls ihr gar nichts davon versteht, ein sehr kompliziertes Spiel ist, wäre ein Tutorial durchaus notwendig. Dieses gibt es in “King’s Chess” auch und die meisten Leute unter euch werden die detailliert erklärten Schritte zum Sieg auch verstehen. Nett sind vor allem verschiedene Statistiken und Analysen, die euch bereitstehen, wenn ihr eine bestimmte Figur auf dem typisch 64 Felder großen virtuellen Schachbrett anwählt. Durch diese kleinen Starthilfen werden selbst Anfänger unter euch gut in die ersten Partien eingeführt, auch wenn das Spiel wahrscheinlich eher für die Profis unter euch ausgelegt worden ist.
Wenige Features, gutes Training Bei „King’s Chess“ werdet ihr im weiteren Spielverlauf leider kaum noch mit vielen weiteren interessanten Features im Spiel überrascht werden. Das einzige Hilfreiche (auch für erfahrene Schachspieler) ist die Möglichkeit, zu einer Optimierung des eigenen Spiels durch Verbesserungsvorschläge des PC’s und Warnung vor schlechten Zügen, ein gutes Feature für Spieler, die es sich gerne einfach machen. Auch noch ein gutes Training bietet der gut eingestellte Schwierigkeitsgrad. Dieser ist in 3 Stufen unterteilt: Leicht, Mittel und Schwer. Zu Beginn ist die KI noch relativ überschaubar, aber teilweise schon clever. Bei der Stufe Normal wird es für Anfänger unter euch schon sehr schwer den Computer zu besiegen, was aber sehr anspornt, weil ihr doch noch einige Figuren schlagen werdet. Aber bei der letzten Stufe ist es wahrscheinlich auch für Vollprofis schwer, da der Gegner geradezu übermächtig agiert. Diese Einstellung der Schwierigkeit lässt auch darauf schließen, dass das Spiel eher für die erfahrenen Spieler unter euch geeignet ist. Schade ist, dass es bei der eigentlich recht leichten Steuerung teilweise schwer ist, ein Feld zu treffen, um die angegebene Figur zu landen. Diese „optische Täuschung“ kommt fast immer aufgrund der Schatten zu Stande und sollte schleunigst mit einem Patch behoben werden.
Grafik von Vorgestern Auch bei der Grafik kann „King’s Chess“ keine guten oder individuellen Neuerungen bieten. Ihr werdet zum Beispiel mal eine Animation beim Bewegen der Figur oder schärfere Hintergrundtexturen vermissen. Immerhin könnt ihr zur Übersichtlichkeit wahlweise zwischen 2D und 3D wählen und die verschiedensten Optimierungen wie Kantenglättung oder anistrope Filter aktivieren. Soundeffekte und Hintergrundmusik könnt ihr völlig vergessen, was aber andererseits auch verständlich ist, da ihr euch bei einer wichtigen Partie eher auf das Spiel und nicht auf das Umfeld konzentrieren müsst. Lediglich ein wenig Sprachausgabe gibt es und das sogar in männlich und weiblich, leider tritt diese dann auch wieder nur so selten ein, dass die Entwickler sie gleich hätten vergessen können.
Pro - Gut umgesetzte Schachsimulation für die Profis unter euch - Viele Trainingstipps - Optimal abgestimmte Schwierigkeitsgrade - Clevere KI - Schöne Statistiken - Ausgereifter Multiplayer
Contra - Ausreichende Grafik - Fehlender Hintergrund-Sound - Wenige Features
Fazit “King’s Chess” ist zwar nur bedingt für Schach-Neueinsteiger unter euch zu empfehlen, da helfen auch die InGame-Trainingstipps und das recht gelungene Tutorial nicht weiter. Für die Erfahrenen unter euch ist es aufgrund der detailgetreuen Umsetzung aber eine optimale Weiterbildungsmöglichkeit.
AUTOR: Felix 17.02.2004, 22:54h
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