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Lord Of The Rings: The War Of The Ring (Der Ringkrieg)

Der Himmel verdunkelt, nach und nach und aus der Ferne hört man die Armee Saurons herannahen und die Orks, die sich nach dem Fleisch derer zehren, die nun zwischen ihnen und der Unterjochung Mittelerdes stehen... Vivendi Universal Interactive und die Entwickler von Liquid Entertainment haben mit „Lord Of The Rings: The War Of The Ring“ (Deutsch = Herr Der Ringe: Der Ringkrieg) ein Echtzeitstrategie-Spiel im schon genannten „Herr Der Ringe“-Universum herausgebracht. Doch kann es mit anderen Vertretern dieses Genres, wie zum Beispiel „Warcraft 3“, mithalten und sich in diesem Genre etablieren? Die Vorraussetzungen sind durch den Film, die Original-Buchlizenz und den normal hohen Standard der Spiele von Vivendi geebnet. Doch werden die „Herr Der Ringe“-Fans unter euch nach der spektakulären Verfilmung des Fantasy-Klassikers mit der Umsetzung auf den Computer zufrieden sein?

Ein Fantasy-Häppchen
Die Parteien entsprechen dem üblichen Klischee von Gut und Böse, doch ein wichtiger Unterschied tritt auf. Der Ausgang dieser Schlacht hängt allein von eurem Talent als Heerführer ab, denn ihr seid diejenigen, die die Truppen Saurons oder Mittelerdes steuern und auf epischen Schlachtfeldern (Helms Klamm, Minas Tirith und viel mehr) gegeneinander kämpfen lassen. Die Story hält sich an das Buch (beziehungsweise den Film), wird jedoch zuweilen durch euer eigenes strategisches Geschick zu Gunsten eurer Partei verändert. Jedoch gibt es auch Abweichungen vom Buch oder Film, die ohne euer Tun bewerkstelligt werden. So werden beispielsweise die vereinigten Völker Mittelerdes von Zwergen und Elben unterstützt, was jedoch wahrheitsgetreu nicht auftritt. Diese Abänderungen dürften jedoch auch den eingefleischtesten „Herr Der Ringe“-Fan unter euch erweichen, da sie nur zur Vielfalt der Schlachten und Strategien beitragen und doch recht unterhaltsame Abwechslung bieten.

Die übergewichtigen Charaktere
Wie auch schon in „Warcraft 3“ habt ihr in „Der Ringkrieg“ die Möglichkeit Helden oder auch Charaktermodelle genannt, ins Spiel miteinzubringen, die euch neben den über 10 verschiedenen Einheiten pro Partei den Schachzug versüßen. Diese Helden werden durch ihre Fähigkeiten und ihre Stärke für eure Heere unverzichtbar sein, da sie euch durch ihre Fähigkeiten wie Feuerregen oder ähnliches einen großen Vorteil in euren Schlachten bringen. Die Helden erreichen höhere Level durch Erfahrung, die sie im Kampf gegen gegnerische Truppen aufnehmen, wenn diese durch eure (oder Truppe eurer Verbündeten) Truppen getötet werden. Jedoch bringt der „Ringkrieg“ auch eine, für diesen Abschnitt des Spiels, Neuerung mit. Durch das Töten gegnerischer Einheiten bekommt ihr „Schicksalspunkte“, die ihr benutzen könnt, um Fertigkeiten für eure Helden zu Aktivieren  oder ultimative, neutrale und vom Volk abhängige Fähigkeiten einzusetzen. Die jeweiligen Völker haben andere Helden mit verschiedenen Fähigkeiten und Stärke. Um Sicherzustellen, dass nicht jeder gleich Gandalf oder Saruman (die stärksten Helden der jeweiligen Partei) einsetzen kann, wurden für diese Helden Kosten eingeführt, welche sich ebenfalls in Schicksalspunkten messen.

Das Multiplayer-Gameplay
Nach den 2 Kampagnen mit leider nur 12 Missionen gibt es noch den Multiplayer-Modus. Dieser glänzt durch eine Taktikvielfalt, welche sich durchaus mit etablierten Vertretern dieses Genres messen kann. Durch die verschiedene Spieltypen (Abreißen, Überleben, Hungersnot, Kontrolle und Katapult) wird die Variation von Taktiken beim Multiplayer-Spielen  stark vorangetrieben und erhält einen selten gesehene Vielfalt. Auch durch die Modifizierung der Schwierigkeit der Machtgewinnung (Schicksalspunkte) oder der Start-Rohstoffe werdet ihr dadurch auch manchmal zum Abändern ihrer festgefahrenen Spielgewohnheiten gezwungen.

Mittelerde mit Pixelpracht?
Auch dieser Vertreter des Genres der Echtzeitstrategie überwältigt nicht mit sehr guter Grafik, jedoch könnt ihr die Grafik von „Der Ringkrieg“ als Standard bezeichnen, da die eher schwachen Texturen durch die Detailvielfalt wieder weggemacht werden. Die typischen Schauplätze und Einheiten aus „Herr Der Ringe“ werdet ihr in diesem Spiel auf jeden Fall wiedererkennen, was ja eigentlich die Hauptsache ist. Das Spiel-Interface ist normal ausgelegt und sorgt dafür, dass sich alle Genre-Fans unter euch schnell zurechtfinden.
Auch der Sound, den die Umgebung Mittelerdes mit sich bringt, sorgt für eine gute Spielatmosphäre und  verschafft einen guten Einblick in das kriegerische Treiben eurer Partei. Besonders Einheiten der dunklen Seiten lassen doch sehr passende Geräusche von sich und werden bei jedem „Herr Der Ringe“-Fan unter euch das Herz höher schlagen lassen.

Pro
- Detaillierte Grafik
- Tolle Schlachten
- Spaßiger Multiplayer-Modus
- Heldensystem
- Mehr taktische Möglichkeiten durch Schicksalspunkte
- Rundum guter Sound
- Original Buchlizenz

Contra
- Einige Schnitzer bei der Grafik
- Wenig Umfang im Singleplayer
- Kaum wirkliche Neuerungen

Fazit
“Lord Of The Rings: The War Of The Ring” oder auch “Der Ringkrieg” hat gute Aussichten, um sich das Herz der “Herr Der Ringe”-Fans unter euch zu Erobern. Was Qualität und Gameplay betrifft, so könnt ihr das Spiel ganz klar zu den sehr guten Vertretern des Genres zählen, das gewisse Etwas eines “Warcraft 3” fehlt aber für eine absolute Top-Platzierung.

AUTOR: Thorsten 15.01.2004, 16:49h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Liquid

Vivendi

Deutsch

54,99€

1 CD

12

P4 2,5
512 MB RAM
Radeon 9000

GRAFIK:

 78%


SOUND:

 82%


GAMEPLAY:

 84%


GESAMT:

 81%

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