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Meisterjäger XXL

Der relativ neu in die Games-Branche eingestiegene Publisher namens bhv war vorher eher durch einige Software-Titel bekannt. Mit „Meisterjäger XXL“ wagt bhv zusammen mit einigen Kartenspielen, die sich ebenfalls bei uns im Testzentrum befinden, den großen Schritt in die Unterhaltung. Ob es mit der Art „Moorhuhn“ mit Wildschweinen geklappt hat, verrät euch der nachfolgende Test.

Waffen bereitmachen
Nach kurzer Installation und einem ebenfalls nicht gerade langen Ladebildschirm geht es ab in das Spielmenü. Hier erwartet euch eigentlich nur 1 Modus, was für heutige Bedürfnisse etwas mager ist, da es mittlerweile auch schon bei Moorhühnern und Sumpfhühnern einen Multiplayer gibt, in dem ihr euch mit anderen Spielern aus der ganzen Welt messen könnt. Auch Auflösung oder Details könnt ihr nicht verändern, da es keinerlei von Options-Menü gibt und die Steuerung nur über rechte (Nachladen) und linke (Schießen) Maustaste läuft.

Auf zum jagen
Nach diesen etwas abschreckenden Tatsachen geht es dann aber ab in das eigentliche „Meisterjäger XXL“-Spiel. Leider könnt ihr euch nicht frei mit dem Jäger bewegen, er scheint wie am Boden angenagelt zu sein, was doch viel am Spielspaß und an der eigentlichen Idee raubt.
Hier erwartet euch erstmals in diesem Genre komplett dreidimensionale Grafik. Doch diese überzeugt leider keinesfalls. Es gibt nämlich nur eine Map, welche nicht einmal detailliert ist: Die Umgebung wirkt sehr kahl, vor allem Boden und Himmel können nicht einmal mit den Satellitenbildern eines „Flight Simulator“ konkurrieren. Auch die Animationen der Wildschweine, Hasen, Ratten und Co. laufen sehr holzig ab, einziger Pluspunkt sind die relativ gut gelungenen Feuereffekte, von denen es allerdings viel zu wenig gibt.
So stürzt man sich also in das Spiel, man muss, wie aus anderen Genre-Kollegen gewohnt, in einer bestimmten Zeit möglichst viele Punkte sammeln. Diese kriegt man durch verschiedene Quellen und auch in unterschiedliche Höhe. So kriegt man zum Beispiel für eine hochfliegende Krähe 300 Punkte, falls man allerdings einen „Tiefflieger“ erwischt, bekommt man nur 200 von Diesen gutgeschrieben. Trefft ihr allerdings das eigentliche Herzstück des Spiels, das Wildschwein, so werden euch gleich 500 Punkte auf dem Konto vermerkt.

Horch, hier hoppelt doch was...
Wenigstens stimmt in „Meisterjäger XXL“ die Soundkulisse. Die Wildschweinschreie und Hopser klingen relativ realistisch und können dank DirectX 3D-Sound auch in Dolby Digital 5.1-Form abgespielt werden.
Leider wurde die Hintergrundmusik stark vernachlässigt, denn sie kommt nur im Menü, und das in einer scheußlichen Form, vor.

Pro
- Gute(r) Sound(effekte)
- 3D Grafik und Sound
- Schöne Feuereffekte

Contra
- Nur eine Map
- Nur ein Spielmodus
- Kein Multiplayer-Modus
- Schwache Landschaftsgrafik
- Holzige Animationen
- Hässliche Texturen

Fazit
Ich bin etwas enttäuscht. Warum setzt bhv ein „XXL“ an den Namen, wenn es nur einen Spielmodus und auch nur eine Map (!) gibt? Auch die 3D-Grafik hat mich nicht unbedingt vom Hocker gehauen, denn sie sieht an vielen Stellen einfach nur hässlich aus. Wenn man allerdings über diese Sachen hinwegsehen kann und einem der Sound des Spiels wichtiger ist, so können Gelegenheitsspieler ruhig einmal den Griff zum Spiel wagen.

AUTOR: Carsten 02.09.2003, 21:42h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

bhv

bhv

Deutsch

14,99€

1 CD

12

P4 1,8
768 MB RAM
GeForce 3

GRAFIK:

 22%


SOUND:

 52%


GAMEPLAY:

 34%


GESAMT:

 26%

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