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Midnight Nowhere

Der Adventuremarkt boomt wieder und kurz vor Weihnachten brachte nun auch das NitroGames-Label von Data Becker sein neustes Adventuregame in die Läden. „Midnight Nowhere“ heißt es und verspricht uns eine nervenauftreibende Story, kombiniert mit einer packenden Atmosphäre. Ob es stimmt oder ob die Publisher maßlos übertreiben, lässt sich nur auf eine Art und Weise herausfinden: Lest unser Review.

Wieder zu viel getrunken?
Wer von euch kenn das eigentlich nicht? Ihr wacht auf und könnt euch überhaupt nicht daran erinnern, was ihr letzte Nacht getrieben habt. Genauso geht es auch eurer Hauptfigur in „Midnight Nowhere“. Nur kann sich euer Held leider noch nicht einmal mehr an seinen Namen erinnern, geschweige denn warum er in einem Plastiksack verstaut, neben mehreren Leichen in einem heruntergekommenen Labor aufwacht. Anscheinend ein klarer Fall von Gedächtnisschwund und kurzerhand entschließt sich unser Held seine Vergangenheit zu suchen. Hier beginnt der lange Weg für euch Spieler. Doch wie sollt ihr eure Vergangenheit wiedererkennen, wenn ihr nicht einmal den Weg aus einem blutverschmierten und menschenleeren Raum findet? Denn wie es in Adventures nun mal so üblich ist, lässt sich die einzige Tür, die in die scheinbare Freiheit führt, natürlich nicht so ohne weiteres öffnen und die drei Leichen, die neben uns in weiteren Plastiksäcken verpackt liegen sind auch nicht gerade so gesprächig, um uns den Weg aus unserem Gefängnis zu verraten. Da ist Improvisation erfordert. In „Midnight Nowhere“ ist es ratsam einen Raum immer zuerst gründlich zu untersuchen, bevor ihr in den nächsten weiter marschiert, wenn ihr nicht später den ganzen langen Weg zurück laufen möchtet. Also schaut euch immer gut um, sammelt alles ein was ihr mitnehmen könnt und dann kommt ihr auch aus dieser kleinen „Leichenhalle“.

Was geht hier vor?
Einmal aus der „Leichenhalle“ raus könntet ihr ja denken, dass ihr jetzt ein paar Informationen über euren Helden, den ich jetzt einfach mal „John“ nenne, bekommen habt - Doch Pustekuchen! Kaum raus aus dem Raum entsteht nur noch mehr Verwirrung, denn überall hängen Poster, die desöfteren sehr belustigende Sachen zeigen, wie zum Beispiel Windows 2015 oder den Pentium 13, doch was noch merkwürdiger erscheint ist, dass überall in dem Gebäude, welches sich später als Krankenhaus herausstellt, kein einziger lebender Mensch aufzufinden ist, denn auf mysteriöse Weise sind alle Mitarbeiter und Patienten verstorben und so langsam weckt sich unsere Neugier an den geheimnisvollen Morden und John hat nicht nur das Verlangen zu Erfahren wer er ist, sondern auch warum und wer all diese Menschen umgebracht hat. Und was John so alles über den oder die (ich will ja nicht zu viel verraten ;-)) geheimnisvollen Mörder erfährt, ist nichts für schwache Nerven, was auch eiskalt mit der USK 16 belegt wurde.

Wie jedes Adventure
Wie in fast jedem anderen Adventure müsst ihr, um eure Ziele zu erreichen, Rätsel lösen oder auch Gegenstände finden, um sie womöglich sogar mit anderen dieser Art zu kombinieren. Und dies wird euch in diesem Falle vielleicht schnell zur Verzweiflung führen, da „Midnight Nowhere“ doch ein recht anspruchsvolles Adventure darstellt. Wie bereits oben erwähnt ist es daher ratsam systematisch vorzugehen, um wirklich alle zu Untersuchen.
Doch wie jedes Adventure ist „Midnight Nowhere“ sicherlich nicht, denn durch die sehr gut gelungene musikalische Untermalung kommt das richtige Feeling eines Horrorfilms rüber. Die Musik unterstreicht nahezu perfekt die unheimlichen, mysteriösen und gruseligen Räume und auch die Umgebung.
Auch durch die schöne und  runde Grafik werdet ihr euch schnell von dem Spiel gefesselt fühlen. Die Texturen sind nahezu fabelhaft und die Umgebung kommt, wenn auch ein wenig leblos, perfekt herüber. Auf eurem Weg durch die abwechslungsreiche und packende Story begebt ihr euch übrigens durch 60 verschiedene und detaillierte Locations. Und trotz der guten grafischen Darstellung ist „Midnight Nowhere“ kein Hardwarefresser, sondern begnügt sich schon mit minimalen 450 Mhz und einer 32 MB-Grafikkarte.
Sehr zu loben ist auch die sehr simple und einfache Steuerung. Das komplette Spiel, abgesehen von der Escape Taste, mit der ihr ins Menü gelangt, könnt oder müsst ihr mit der Maus spielen. Wie auch schon in anderen Adventures zu finden, könnt ihr hier zwischen verschiedenen Maus-Coursern wählen, welche andere Aktionen des Helden hervorrufen. Manchmal könnt ihr auch mit einer Person oder einem Gegenstand, mit verschiedenen Coursern fungieren.

Pro
- Niedrige Systemanforderungen
- Saubere Grafik
- 60 verschiedene Locations
- Passender Sound
- Guter Preis (Knapp 30€)
- Packende Story
- Einmalige Atmosphäre

Contra
- Teils schwere Rätsel
- Mageres Handbuch

Fazit
Mit „Midnight Nowhere“ ist nun ein weiteres hochwertiges Adventure auf dem Markt, dass auf jeden Fall mit den großen Rennern wie „Runaway“, „Baphomet’s Fluch 3“ oder auch „Tony Tough“ mithalten kann. Einziges Manko, wegen welchem es vielleicht nicht so viele Anhänger finden wird, wie die oben genannten Spiele ist, dass es eben ein sehr nervenaufreibendes Horroradventure ist, was womöglich nicht jedermanns Sache ist. Jedem unter euch, der auf Horror und Adventure steht, ist „Midnight Nowhere“ aber nur zu empfehlen.

AUTOR: Julian 05.01.2004, 23:36h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Saturn+

NitroGames / Buka

Deutsch

29,95€

2 CD’s

16

XP 2400+
Radeon 9000
256 MB RAM

GRAFIK:

 79%


SOUND:

 87%


GAMEPLAY:

 90%


GESAMT:

 84%

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