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Mit dem Echtzeit-Strategiespiel (RTS = Real Time Strategy) „Perimeter“ haben die Verantwortlichen von Publisher Codemasters und Developer K-D Labs ein Genre betreten, dass schon ziemlich alle Zeiten und Orte durchlebt hat. Von Antike bis Zukunft, von Weltkriegen bis hin zu Planetenkämpfen. In der Werbung und auf dem Spiel haben die Leute den Slogan „Real Time Strategy Reborn“ angegeben. Ob es ihnen aber letztendlich gelungen ist, die „RTS“-Welt zu renovieren und aufzurüsten, erfahrt ihr, wenn ihr nun unseren Review weiterlest.
Die „Scourge“ greifen an In ferner Zukunft wird die Menschheit auf allen Planeten von mysteriösen Kreaturen bedroht, die in großen Massen immer wieder hochmoderne Siedlungen und Landpässe befallen. Lediglich Schutzschilde und HighTech-Armeen können diese Plage noch stoppen, bis euch letztendlich von uralten Geistern verraten wird, dass ihr auf einen friedlichen Planeten fliehen müsst, da sich die Kreaturen aus nichts weiter als euren eigenen Ängsten bilden. In „Perimeter“ geht es auf dem „Weg zum friedlichen Planeten“ unterteilt in drei Schwierigkeitsgrade generell um drei Völker, in welchen ihr abwechselnd ein „Legat“ seid. Am Anfang seid ihr Legat vom Exodus, danach Legat von den Harkbacks und Legat vom Imperium. Die ersten acht von 26 Missionen der Kampagne bilden das Tutorial. Hier lernt ihr, Einheiten und Gebäude zu bauen und den „Perimeter“, ein stark energetisches Schutzschild, einzusetzen. Dabei werden euch Missionsziele und Informationen über das gesamte Spiel hinweg von den erwähnten Geistern erklärt. Die einzigen Gegner, die ihr zu Beginn habt, sind die sogenannten „Scourge“. Die „Scourge“ sind verkörperte Ängste, die die Weltenkette heimsuchen.
Spirale und Portale Nach der achten Mission geht es meistens nur noch darum, die Spirale des Hauptgebäudes aufzuladen, um das Omega- oder Alpha-Portal zu aktivieren und in der Weltenkette vor- oder zurückzureisen. Wir müssen aber auch ganz klar sagen, dass die Missionsziele dennoch erfreulich abwechslungsreich geworden sind. Ihr lernt dabei die Differenzen der einzelnen Bevölkerungen kennen, denn alle von ihnen verfolgen andere Ziele. Die Exodus-Bevölkerung sucht das Paradies, welches sie sich auf einer neuen Welt erhoffen, die Harkbacks wollen zurück zu den drei Ursprungswelten und das Imperium möchte am Liebsten alles „niederwalzen“. Die Story ist aufgrund der plötzlichen Wechsel der Völker und ungenügend Informationen leider nur sehr schwer nachzuvollziehen.
Terraformen und Einheiten pumpen Einer der „RTS“-Innovationen von Codemasters und K-D Labs bildet das sogenannte „Terraformen“. Bevor ihr eure Basis vergrößern könnt, müsst ihr die detaillierten Welten erst mit euren Brigadieren umformen. Diese schicken dann, genauso wie die Baumeister, kleine Kugeln zu der zu bearbeitenden Stelle. Um den „Scourge“ oder einer der anderen beiden Völker entgegentreten zu können, müsst ihr außerdem Einheiten bauen. Ihr habt die Wahl zwischen Technikern, Offizieren und Soldaten, wobei diese in Kombination oder in mehrfacher Anzahl erst zu richtigen Einheiten geformt werden können. So könnt ihr aus drei Offizieren einen Scharfschützenformen oder aus drei Technikern und sechs Soldaten einen Raketen-Projektor gründen. Durch Transformation könnt ihr so der Taktik eures Gegners immer gegenwirken. Leider könnt ihr immer nur fünf Armeen gleichzeitig befehligen.
Das Leben ist und bleibt schön Optisch bietet „Perimeter“ ebenfalls einiges an „Schmankerln“. Die verschiedenen Zwischensequenzen sind aufgrund der gelungenen Animationen und bunten Farben schön anzusehen und das recht abwechslungsreiche Szenario wirkt dann „TerraForming“ und den herrlichen Texturen sehr glaubwürdig. Als störend können wir lediglich die immer wieder auftretenden und nervigen Clipping-Fehler bezeichnen - Es sieht einfach nicht gut aus, wenn einige der sowieso schon recht winzig geratenen Einheiten einfach in einem Berg „verschwinden“. Der Sound lässt im Vergleich zum sonst so hohen Standard des Titels leider sehr zu wünschen übrig. Bis auf die Sprachausgabe ist in diesem Bereich nämlich so gut wie alles nervig: Der Soundtrack, die Soundeffekte - All dies wird euch mit der Zeit aufgrund der fehlenden Abwechslung auf die Nerven gehen.
Pro - Optisch schöne Welten - Drei gut ausbalancierte Schwierigkeitsgrade - Viele, sinnvolle „RTS“-Innovationen - Ansehnliches „Terraforming“ - Gute Zwichensequenzen - Gelungene Atmosphäre - Spaßiger Multiplayer
Contra - Eher nerviger Sound - Story schwer zu verstehen - Einige „Dämpfer“ in der KI - Teils unausgewogenes Balancing - Recht hohe Hardwareanforderungen - Kleinere Clipping-Fehler
Fazit „Perimeter“ hat es geschafft, die „RTS“-Welt um ein Stück weiterzuführen. Trotz mehr oder weniger schlechten Sounds und Storyverlauf ist dieses Spiel nicht nur etwas für die „RTS“-Liebhaber unter euch. Die vielen und sinnvollen Gameplay-Innovationen werden sicherlich auch den ein oder anderen Neueinsteiger unter euch begeistern. An den mehr oder weniger direkten Konkurrenten „Ground Control 2“ kommt „Perimeter“ aber dennoch nicht ganz heran.
AUTOR: Yves 22.11.2004, 23:00h
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