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Ab nach Berlin Der dritte Teil der sehr erfolgreichen Echtzeit-Taktik-Reihe „Commandos“ spielt, wie auch die beiden vorangegangenen Teile, im 2.Weltkrieg. Der Krieg neigt sich dem Ende zu und nun liegt es an der Eliteeinheit „Commandos“ den Weg für den Fall Berlins zu ebnen. In drei Kampagnen (Stalingrad, Zentral Europa und Normandie), die frei wählbar sind, kämpft ihr mit eurem sechsköpfigen Team um das nackte Überleben und die Erfüllung eurer Pflicht. Doch das ist gar nichts so leicht, da es in den Missionen von Anhängern des SS-Regimes nur so wimmelt und ihr nur über ein kleines Team von speziell ausgebildeten Kämpfern verfügt.
Taktik ist alles Auch in „Commandos 3: Destination Berlin“ könnt ihr nicht einfach drauf losballern und hoffen, dass es niemand bemerkt. Denn leider hören und sehen die Gegner ziemlich gut und schlagen beim ersten Anzeichen von Gefahr Alarm. Da ist eine gute Taktik unerlässlich, was für eingefleischte „Commandos“-Fans sicherlich kein Problem darstellen dürfte, aber für Anfänger unserer Meinung nach eine große Umstellung sein wird, denn fällt nur ein einziges Teammitglied, ist die gesamte Mission verloren. Deshalb solltet ihr euch immer im Klaren darüber sein, wo sich die einzelnen Teammitglieder aufhalten, denn sechs Leute auf einer Karte voller Gegner so zu verstecken, dass sie nicht entdeckt werden, ist schon ein kleines Kunststück.
Gameplay, Grafik etc. Am Gameplay hat sich glücklicherweise nicht allzuviel verändert. Lediglich die neue Kameraführung wird den Kennern am Anfang etwas Fremd und eigenartig erscheinen. Aber schon nach kürzester Zeit werden auch diese Power-Gamer wissen, wie sie mit dem neuen und sehr effektiven Hilfsmittel umzugehen haben. Die Entwickler der Pyro Studios setzen dieses mal mehr auf kleine, aber sehr detailreiche Umgebungen und Karten, die uns in 14 actiongeladenen Missionen zum Grübeln bringen sollen. Grafisch ist „Destination Berlin“ sehr viel runder geworden und die vielen, flüssig laufenden Filme und cineastische Video-Sequenzen machen das Spiel fast zu einem Kinohit. Zum ersten Mal wird euch die Möglichkeit geboten bei Sprengungen wirklichen Umgebungsschaden anzurichten. Werft ihr also mit Handgranaten nach einem Gegner, kann es sein, dass ein Baum, der in der Nähe steht, mit dem Feind umkippt und euch somit auch eventuell noch Wege versperrt. „Commandos 3: Destination Berlin“ wird ein sehr umfangreiches Spiel wie sein Vorgänger werden, Grund genug für den Publisher Eidos es in einem „Digipak“ anzubieten. Die drei CD’s werden in einer zweimal aufzuklappender DVD Box (Digipak) in den Läden stehen, welche wir sonst nur von DVD Filmen kennen. Außerdem wird es ein komplett neues Konzept für das Lösungsbuch (oder Taktikbuch) geben, welchem oben drauf noch eine DVD mit dem Making-Of beigefügt wird.
Features - Neue, hilfreiche Kameraführung - Viele, cineastische Filmsequenzen - Rundere Grafik Dank neuer Engine - Frei wählbare Kampagnen - Detailreiche Level - Sehr aufwendige Verpackung
FAZIT „Commandos 3: Destination Berlin“ überzeugt nicht nur eingefleischte Taktikfans, sondern auch den normalen Allroundspieler. Dank neuer Grafikengine wirken die Bewegungen der Helden und auch die Umgebungsgrafik noch realistischer und flüssiger. Insgesamt ist es ein sehr schönes Spiel, aber nichts für Ungeduldige, da ihr oftmals einen Abschnitt mehrere Male spielen müsst, bis alles so klappt, wie ihr es euch vorgestellt habt.
AUTOR: Julian 19.10.2003, 20:39h
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