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„Schizm 2“ (Englisch: „Mysterious Journey 2“) ist der Nachfolger des weltweit über 260.000 mal verkauften „Schizm: Mysterious Journey“. Diesmal aber erforschen Adventure-Fans ein dreidimensionales virtuelles Paradies mit zweifelhafter Vergangenheit. In „Schizm 2: Trügerische Wahrheit“ erschuf der preisgekrönte Sci-Fi-Autor Terry Dowling eine aufregende Planeten-Saga voll rätselhafter Begegnungen, fremder Rassen und Intrigen. Der vollendeten Handlung Rechnung tragend, zaubert die aus „No One Lives Forever 2“ bekannte 3D-„Jupiter“-Engine ein imposantes Sciencefiction-Spektakel auf den Bildschirm, doch ob das Spiel auch sonst so gut ist, erfahrt ihr bei uns im Test.
Wie sich Zeiten ändern Als Sen Geder nach 214 Jahren Kälteschlaf erwacht, findet er sich seiner Erinnerungen beraubt auf einer zerfallenen Raumstation wieder. Eine holografische Projektion klagt ihn eines grausamen Verbrechens an seinem Volk an. Doch ein Stromausfall unterbricht die höhnische Anklage. Nur diese Zwischenzeit bleibt euch, um das Geheimnis zu lüften. In Sens Haut flieht ihr auf den Planeten Sarpedon. Mit Hilfe der raffinierten Chamäleon-Technologien bewegt ihr euch unerkannt zwischen rivalisierenden Fraktionen und sucht den Schlüssel zur Vergangenheit. Es liegt allein an euch, bestehende Feindseligkeiten zu schlichten…
Uneingeschränkte Bewegungsfreiheit In „Schizm 2: Trügerische Wahrheit“ bewegt ihr euch in der Ego-Perspektive durch eine Welt, in der es fast keine Einschränkungen in Bezug auf die Bewegungsfreiheit gibt. Das ist ein großer Vorteil und bietet dem Spieler auch etwas Neues, generell ist das Prinzip aber gleich geblieben: Ihr lauft durch die hübsche Welt und wartet darauf, dass sich der Maus-Cursor bei interessanten Gegenständen, Personen oder Orten verändert, sodass ihr eine bestimmte Aktionen ausführen könnt. Das Positive dabei ist, dass ihr die Welt auf eigene Faust erkunden müsst und erst mit der Zeit auf die Rätsel stoßt. In anderen Adventure-Spielen gelangt ihr fast ganz automatisch von einem Rätsel zum anderen. Dabei verläuft die Steuerung trotz der vielen Bewegungsfreiheit und der Ego-Perspektive sehr flüssig und ist leicht erlernbar. Auf jedem Endeckungstrip, an dem mehr als 40 Schauplätze warten, trefft ihr ebenso auf faszinierende Charaktere und Helden wie Nomade Arko oder die naturverbundene Ansala-Aliens. Außerdem beinhaltet „Schizm 2: Trügerische Wahrheit“ über 30 anspruchsvolle, mit Logik zu knackende Rätsel, welche in diesem First-Person-Adventure die Köpfe rauchen lassen.
Liebe zum Detail Die Grafik von „Schizm 2: Trügerische Wahrheit“ ist sehr gut, denn alles ist schön detailliert. Die tolle Grafik lässt „Schizm 2“ am Anfang gar nicht wie ein Adventure-Spiel aussehen, weil ihr solch eine gute Präsentation bei Adventure-Spielen sicherlich gar nicht gewöhnt seid. Die Level sind zum Teil sehr groß und ihr merkt, dass viel Mühe und Arbeit in diesem Spiel stecken. Außerdem sehen sie außen wie innen sehr detailliert aus, wenn auch ein wenig adventuretypisch steril. Der Sound von „Schizm 2“ ist auch gut, denn er entspannt einerseits den Spieler, andererseits hebt die Musik auch (Ent-)Spannung hervor. Sehr gut gelungen ist auch die Sprachausgabe, die komplett und gut lokalisiert wurde.
Pro - Hübsche Grafik - Innovative Ideen - Toller Sound - “Das etwas andere Adventure-Spielprinzip” - Leicht erlernbare Steuerung, die ihren Zweck erfüllt - Interessante Storyline - Viele Schauplätze, Charaktere und Rätsel
Contra - Teils schwierige Rätsel - Sterile Landschaften - Oft wiederholende Handlungen
Fazit „Schizm 2: Trügerische Wahrheit“ hat uns Anfangs nicht sehr gut gefallen, weil es kaum Hinweise zum Lösen der Rätsel gibt. Dann jedoch hatten wir uns selbstständig um die Rätsel gekümmert und erst da merkten wir, wie einzigartig das Spiel eigentlich ist. Die Grafik hat uns von der ersten Minute an vom Hocker gehauen, weil wir so etwas nicht von einem Adventure-Spiel erwartet hätten. Genre-Fans unter euch sollten schnell zugreifen.
AUTOR: Thomas 19.04.2004, 20:24h
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