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Kartenspiele scheinen derzeit „in“ zu sein. Während manche Publisher und Entwickler auf Sammlungen setzen, wo meistens auch noch ein paar Brettspiele dabei sind, trumpfen andere Publisher wie bhv mit einzelnen Spielen auf, die dann aber auch mehr Umfang wie zum Beispiel Internet- oder Netzwerkspiele bieten. Dieses mal widmen wir unseren Test „Skat XXL“, wo der Name eigentlich schon alles über das Spiel erzählt.
Der dritte Mann ist endlich da Jeder, der auch nur einigermaßen mit Skat zu tun hatte oder noch hat, kennt dieses Problem: Man sitzt mit einem Freund zu Hause und hat einmal richtig Lust auf dieses Spiel, doch keiner der weiteren Freunde kann dieses Spiel oder hat überhaupt Zeit. So hat man es meistens bei der Tatsache belassen, dass dieses Spiel wirklich nur zu dritt spielbar ist. Und genau das ist der Vorteil an der Computersimulation „Skat XXL“. „Nie mehr ohne den dritten Mann“ heißt es auf der Packung und es ist in der Tat so. Es gibt sogar 3 Möglichkeiten, entweder ihr spielt gegen die KI der Computergegner oder mit Freunden im Internet oder lokalen Netzwerk.
Es gibt doch ein Problem Und zwar für Anfänger, denn bei „Skat XXL“ ist keinerlei Einführung oder Tutorial vorhanden. Während des Spiels werden lediglich kleine Tipps gegeben und es gibt eine Art Handbuch auf CD, das war es aber auch schon. Dies ist schade, denn Skat macht nur wirklichen Spaß, wenn man es auch richtig kann. Theoretisch besteht aber noch die Möglichkeit, sich das Spiel im Internet-Game via Chat erklären zu lassen, was allerdings ziemlich viel Zeit und Geduld in Anspruch nehmen würde. Die Regeln kann man übrigens nach belieben einstellen. So können sich Anfänger und Profis im Spiel zurechtfinden und auch immer wieder eine neue Herausforderung finden.
Eines wird sich wohl nie ändern Grafik und Sound sind bei „Skat XXL“ genau wie bei allen anderen Karten- oder Brettspielen 08/15 Ware. Selbst der Tisch wirkt geschmacklos und Soundeffekte und Sprachausgabe werden auch euch mit der Zeit auf die Nerven gehen. Auch die Charaktere sind wohl eher als schlechter Witz gedacht. Die Gesichter sollen im Comic-Stil wohl spaßig rüber kommen und die dazugehörigen Namen sind dann zum Beispiel Napoleon, Robert Redford oder George Bush, was einen überhaupt nicht in Kartenstimmung bringt.
Pro - 3 Spielmodi - Einstellbare Regeln
Contra - Kein Tutorial o.Ä. - Schwache Grafik - Langweiliger Sound - Nicht passende Charaktere
Fazit „Skat XXL“ beeindruckt wirklich nur echte Fans. Hier und da können noch viele Punkte am Spiel verbessert werden. Für keine Profis und Gelegenheitsspieler empfehle ich lieber eine Karten- und/oder Brettspielsammlung.
AUTOR: Carsten 06.09.2003, 11:59h
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