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Voll auf das Gas Wolltet ihr schon immer einmal gerne mit einem Taxi durch die Stadt fahren und Menschen quer durch diese „herumkutschieren“? Wolltet ihr euch schon immer einmal alles als Taxifahrer erlauben? (Zum Beispiel die Vorfahrt nehmen, zu schnell fahren, Kollegen ausbremsen oder mitten auf der Straße wenden?) Dann ist "Taxi Raser" von Developer Davilex und Publisher KochMedia genau das Richtige für euch. In diesem Spiel müsst ihr verschiedene Aufträge erfüllen und VIPs so schnell wie möglich zu ihren gewünschten Zielen fahren. Dabei dürft ihr keine Rücksicht auf andere Wagen verlieren, da ihr ansonsten Zeit schindet und weniger Geld bekommt. Werdet ihr alle Kunden zufriedenstellen können? - Oder, viel besser: Hat es Davilex nach dem letzten Teil und absoluten Flop der „Autobahn Raser“-Serie nun endlich aus Fehlern gelernt und ein marktgerechtes Spiel abgeliefert? Mehr dazu erfahrt ihr nun in unserem Review.
Quer durch Berlin Wie schon oben angeführt, müsst ihr in „Taxi Raser“ Menschen und VIPs (Very Important Persons) zu ihren Zielen bringen. Je weiter entfernt das Ziel ist, umso mehr Geld bekommt ihr im Endeffekt. Wenn ihr die Person schnell zu ihrem Ziel gebracht habt, erhaltet ihr ähnlich wie in der „Crazy Taxi“-Reihe zusätzlich zum Fahrpreis ein sattes Trinkgeld. VIPs haben zwar spezielle Wünsche, die aber auch viel Geld in eure Kasse spülen, aber aufgepasst: An manchen Straßen stehen Blitzgeräte, die euch blitzen, wenn ihr zu schnell fahrt. Dann kriegt ihr sofort viel Geld abgezogen. Auf den Straßen von der einzigen im Spiel enthaltenen Stadt (Berlin) gibt es auch wieder verschiedene Boni zum Einsammeln, zu denen zum Beispiel ein Turbo, Raketen, ein Räumschild, welches euch für eine gewisse Zeit unverwundbar macht, ein Reparatur-Bonus, Trinkgeld, Schwerkraft, Soforthalt und Sprung gehören. Mit der Handbremse könnt ihr logischerweise besser die Kurven nehmen, was aber auch erst geübt werden muss. Ihr müsst erst einmal ein paar Runden drehen, da es am Anfang ziemlich schwer ist, sich mit der gewöhnungsbedürftigen Steuerung abzufinden und ihre (wenigen) Finessen kennenzulernen - Ein kleiner Druck auf die linke oder rechte Pfeiltaste und der Wagen lenkt schon scharf nach links oder rechts. Zwar versprachen uns die Entwickler in den ersten Ankündigungen und Produktbeschreibungen abwechslungsreiche Missionen, doch leider ähneln sich diese viel öfter, als das sie sich voneinander unterscheiden. Ihr müsst eigentlich immer nur in einer bestimmten Zeit vorgeschriebenes Geld sammeln - Dazu müsst ihr eben wie ein typischer Taxifahrer Leute transportieren. Bei manchen Missionen müsst ihr auch nur eine Person zu ihrem Ziel bringen. Das sind dann aber immer VIPs, wie zum Beispiel Boris Becker oder Rudi Völler. Könnt ihr diese Personen zum Ziel bringen, gibt es viel Geld. Immerhin haben die Entwickler nun auch noch einen FreeRide-Modus in das Spiel eingebaut.
Im Leben eines Taxi-Fahrers Die Grafik in „Taxi Raser“ ist nicht sehr gut. Die Autos sehen eckig aus und es gibt auffällig oft Grafikfehler, von denen ein großer Anteil Clipping-Fehler sind. Oft sind auch auf den Scheiben der Autos merkwürdige Kreise abgebildet und die Umgebung sieht auch nicht gerade ansprechend aus - Immerhin wurden einige Sehenswürdigkeiten von Berlin integriert. Besonders schlimm finden wir neben dem eher schlechten als rechten Schadensmodell auch die Animationen eurer Fahrgäste, die einige Programmier-Anfänger sicherlich noch besser hinbekommen hätten. Auch der Sound in „Taxi Raser“ entspricht bei weitem nicht mehr den heutigen Standards. So sprechen die Leute, die in euer Taxi steigen, immer wieder das Selbe, wie zum Beispiel „Schönes Wetter heute“ oder „Macht’s Spaß, bei diesem Wetter herumzufahren?“. Ihr selbst antwortet auf diese Frage in der Rolle des Taxifahrers immer wieder mit „Aha“ oder „Ja“ - Viel Abwechslung wird also auch hier nicht geboten und die Sprachausgabe ist dabei auch nicht gerade filmreif. Zudem sehr unlogisch: Eine junge Dame spricht mit einer älteren Stimme und eine alte Frau mit einer jüngeren Stimme. Ansonsten hupen euch andere Autos an und ihr bekommt sicherlich auch die ein oder andere Beschimpfung bei euren “Aufträgen” hinterhergerufen.
Pro - 20 Missionen inklusive Bonusmissionen - Sechs verschiedene Fahrzeugtypen - Prominente Fahrgäste - FreeRide-Modus endlich integriert - Viele Boni zum Aufsammeln - Solider Multiplayer via LAN - Akzeptabler Preis (19,99€)
Contra - Wenig Abwechslung - Kurzer Spielspaß - Nur eine Stadt (Berlin) - Fehlende Original-Lizenzen - Gewöhnungsbedürftige Steuerung - Stupide KI - Kein Geschwindigkeitsgefühl - Viele Grafikfehler - Misslungene Physik und Schadensmodell - Öder Sound - Technik generell nicht mehr zeitgemäß
Fazit “Taxi Raser” macht höchstens in den ersten Missionen Spaß und ist immerhin besser als die letzten Teile der “Autobahn Raser”-Serie. Habt ihr den Titel allerdings einmal durchgespielt, gibt es keinen besonderen Anreiz mehr. Sofern ihr unbedingt einen Taxi-Titel haben wollt, solltet ihr lieber zu einem Teil der “Crazy Taxi”-Serie greifen, denn Davilex macht weiterhin grundlegende Fehler bei der Entwicklung eines Spiels - So kann einfach kein Toptitel mehr entstehen.
AUTOR: Thomas 12.11.2004, 19:52h
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