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World War I: Battlefields

„World War 1: Battlefields“, auch bekannt unter „The Entente“, ist ein Echtzeit-Strategiespiel, das um den harten 1. Weltkrieg handelt. Es wirkt auf den ersten Blick wie ein Mix aus „Sudden Strike“ und „ Age of Empires“. Harmonische Ausdrücke des 1 Weltkrieges werden sehr deutlich hervorgehoben. Ihr könnt mit bis zu 10.000 Einheiten auf einmal kämpfen und somit die gegnerischen Feinde bezwingen. Ob die Massenschlachten auch wirklich Spaß machen und was es sonst noch im Spiel zu entdecken gibt, erfahrt ihr natürlich bei uns im Test.

An der Front
Es ist der 3. August 1914. Die Welt befindet sich im Krieg. Ihr seid ein General mit nur einem Ziel: Ihr müsst euer Vaterland um jeden Preis verteidigen. Die magere Story ist natürlich an den echten Geschehnissen angelehnt, wird allerdings auch nur bedingt auf euch Spieler übertragen. In einigen Kampagnen könnt ihr euer Geschichtswissen ein wenig aufpolieren und den wohl brutalsten Krieg aller Zeiten aus verschiedenen Perspektiven betrachten. In mehreren Schlachten auf hoher See, wirbelnden Luftangriffen und einzigartigen Massengemetzeln mit bis zu 10000 Mann führt ihr eure Armee zum Ziel. Es stehen 5 Kampagnen zur Verfügung, in denen ihr eure Strategien und Taktiken ausbauen könnt. Die stimmungsvolle Atmosphäre unterstreicht die realistische Umgebung, in die euch das Spiel hineinführt. Explodierende Häuser, sterbende Menschen und real wirkende Landschaften machen die Kriegsstimmung schon nahezu perfekt. Eine Vielzahl wirklich existierender Waffen ist ein Teil, an dem die Entwickler von Lesta nicht gespart haben. Denkt ihr, dass ihr gute Generäle seid, dann wird euch „World War 1“ das Gegenteil beweisen und euch Schritt für Schritt zeigen, wie ihr einer werden könnt. Ihr werdet lernen, den Lauf der Geschichte zu manipulieren und als angesehener General von der Front nach Hause kehren.

Ausbildung zum Taktiker
In „World War 1: Battlefields“ gibt es 4 Kategorien, zwischen denen ihr wählen könnt. Einmal sind es die Kampagnen (Feldzüge). Dort gibt es neben dem Trainingsfeldzug wie schon gesagt interessante Perspektiven zu wählen. Unter anderem könnt ihr so an die Fronten von Österreich/ Ungarn, Groß-Britannien, Frankreich, Russland und natürlich auch Deutschland schlüpfen, wobei natürlich jedes Heer andere Technologien und Einheiten zur Verfügung hat.
Das Wählen ist eine tolle Funktion, denn wenn ihr irgendwo nicht weiterkommt, könnt ihr einfach einen anderen Feldzug wählen und dort weitermachen. Die Kampagnen sind relativ schwierig gehalten, deshalb empfehlen wir euch, dass ihr bei Frust-Situationen wieder auf euer Lieblings-Land umsteigen solltet, damit ihr die nötige Motivation wiederherstellt.
Außerdem gibt es in „World War 1: Battlefields“ noch einfache Missionen, die allerdings keine Story bieten und auch nicht an die Kampagne angelehnt sind. Sie dienen lediglich zum Spaß zwischendurch und können auch im Multiplayer verwendet werden.
Die dritte Kategorie ist die Zufallskarte, die auch auf einer einfach Mission aufbaut. In der Zufallskarte habt ihr die Wahl zwischen den Karten und ihr könnt einige Elemente vom Computer, wie der Name schon verrät, per Zufall generieren lassen. In der jeweiligen Map könnt ihr bis zu 7 Computergegner auf einmal bekämpfen.
Die vierte und letzte Kategorie ist der Multiplayer. In diesem Modus könnt ihr mit bis zu 8 Spielern über LAN oder Internet spielen. Das Spiel im Multiplayer verläuft genauso wie bei der Zufallskarte. Ihr müsst alle eure Feinde (Freunde) zerstören, um das Spiel erfolgreich zu beenden. Leider bietet der Mehrspielermodus insgesamt nichts neues, wobei die Langzeit-Spielbarkeit aufgrund der tollen Schlachten auf jeden Fall gesichert ist.

Fließband-Produktion
Sehr toll ist das Bild wenn 10.000 Leute auf euren Befehl hin ein Objekt angreifen. Schade ist, dass die Einheiten manchmal gar nicht das tun, was ihnen gesagt wird. Sie verteidigen sich auch nur, wenn es wirklich sein muss. An der KI hätten die Entwickler also ruhig noch ein wenig werkeln können.
Sehr schön hingegen sind einzelne eurer Männer geworden. Bodentruppen feuern zum Beispiel erst 1 bis 2 Schüsse ab, bevor sie sich auf den verwundeten Gegner stürzen und ihn mit seinem Bajonett den Rest geben.
Sehr realistisch sind auch die Mengen der Ressourcen, denn in „World War I: Battlefields“ fließen Faktoren, wie zum Beispiel Nahrung sehr schnell in euer Lager ein, denn schließlich musste in diesem Krieg auch in Massen produziert werden. Doch genauso schnell wie es kommt, wird es dadurch logischerweise auch verbraucht.
Die Steuerung des Spiel ist wie bei anderen Genre-Kollegen leicht zu erlernen und schnell wird auch bei euch eine florierende Basis, bestehend aus vielen Arbeitern, Soldaten und Gebäuden, die ebenfalls aus anderen Spielen bekannt sind, entstehen.

Heitere Stimmung für einen Krieg
Leider haben die Entwickler bei „World War 1“ auch einen großen Nachteil geschaffen, nämlich die Hintergrundmusik. Irgendwelche harmonischen, fröhlich klingenden Töne pfeifen durch die Luft, während ihr euch gerade an der Front befindet. Dadurch wird enorm viel an Atmosphäre geraubt, denn schließlich ist es auch der Soundtrack, der einige Spiele von heute auf morgen berühmt macht. Die Soundeffekte, die explodierende Gebäude oder durch die Luft fliegende Flugzeuge erzeugen, ist den Entwicklern hingegen fantastisch gelungen.
Die 2D-Landschaften sind in der isometrischen Ansicht insgesamt noch befriedigend gelungen, auch wenn ihr von einem modernen Echtzeit-Strategiespiel sicherlich mehr erwartet. Zoom gibt es dadurch auch nicht, was eigentlich wieder verschenktes Potenzial darstellt, denn so ähnelt die Grafik eher Spielen wie „Sudden Strike“. Immerhin kommen die Texturen und Einheiten insgesamt scharf, detailliert und abwechslungsreich herüber. Die Grafikeffekte sind sehr anschaulich geworden. Explodierende Gebäude und feuernde Panzer werden durch tolle Hinschauer wunderbar in Szene gesetzt. auch gut gelungen, wenn auch mit einem kleinen Nachteil, denn schade ist es, das man nicht an die Einheiten heranzoomen kann.

Pro
- Langer Spielspaß
- Günstiger Preis (Nur knapp 30€)
- Non-lineare Missionsstrukturen
- Tolle Grafik- und Soundeffekte
- Innovatives Szenario
- Reale Story, die über die Kampagne hinweg begleitet
- Tolle Massenschlachten mit vielen unterschiedlichen Einheiten

Contra
- Angestaubte 2D-Grafik
- Soundtrack raubt an Atmosphäre
- Teils zu schwer
- KI ist verbesserungswürdig

Fazit
“World War 1: Battlefields” macht aufgrund des unverbrauchten Szenarios und den tollen Massenschlachten einen Heiden-Spaß. Die echten Strategie-Fans unter euch werden nicht mal durch die mittelmäßige Grafik, die teils dumme KI und den schlechten Soundtrack gestört. Und am Preis solltet ihr nicht hängenbleiben, denn der ist für diesen Umfang sogar recht tief geraten.

AUTOR: Thomas 11.12.2003, 16:17h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Lesta

NitroGames / Buka

Deutsch

29,95€

1 CD

12

P4 2,6
GeForce 4 ti
512 MB RAM

GRAFIK:

 75%


SOUND:

 70%


GAMEPLAY:

 84%


GESAMT:

 79%

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