NEWS



ARTIKEL



DOWNLOADS



COMMUNITY



GAMESECKE



PARTNERSITES


 

 

 

 

Yager

Bereits vor einiger Zeit kam die XBox-Version von „Yager“ heraus, welche ganz klar einen Award nach dem anderen absahnte. Manchen fehlte es allerdings an Gleichgewicht, denn der Schwierigkeitsgrad und die Steuerung waren eher  für Hardcore-Gamer ausgelegt. Auch wir haben die XBox Version ausgiebig gespielt und können euch somit sagen, ob sich eine zusätzliche Investition der PC-Version lohnt. Die Letztgenannte wurde erneut von Yager Development für den PC umgesetzt und wird auch wieder von THQ vertrieben.

Ich bin Tide
Anfangs werdet ihr mit einer, von wirklich verdammt Vielen, hübschen Zwischensequenz begrüßt. Hier werdet ihr zunächst ein wenig in das Leben des Hauptcharakters, Magnus Tide, eingeführt. All dies geschieht auf dem Weg zu seinem ersten Arbeitstag, beim bereits altbekannten Arbeitgeber Proteus, denn Magnus arbeitete bereits früher bei dieser Weltmacht, die schon lange gegen die DST um die absolute Herrschaft kämpft. Diese Reibereien der beiden Parteien gingen auch schon vor einigen Jahren so, wo Magnus seinen Job durch einen kleinen Fehler verlor.
Ebenfalls trifft Herr Tide bei der Wiederkunft als Pilot seine alte Liebe Sarah McDavid, die diese Tatsache allerdings gar nicht locker aufnimmt und eher in einem harten Ton mit Magnus redet und ihn erst einmal zum Training schickt.
Ab diesem Zeitpunkt beginnt die filmreiche und epische „Yager“-Story rund um Tide, Piraten, die DST, Bitterfeld und Wissenschaftler. Leider hat sich hier nichts gegenüber der XBox-Version geändert, trotzdem, das Durchspielen wird euch auch noch beim zweiten oder dritten Mal Spaß machen!

Der Sagittarius
In „Yager“ erwarten euch 22 Missionen unterschiedlichster Art, welche meistens nur durch die passende Taktik vollbracht werden können. So müsst ihr in den tiefsten Fjorden eher „schleichen“, während ihr rund um die Proteus-Basis eigentlich nur mit „ballern pur“ gewinnen könnt.
Alle Missionen müsst ihr mit dem hypermodernen Jet von Tide meistern. Außerdem weiß niemand, woher Magnus dieses „Baby“ hat. Erklären kann man ihn eigentlich wie einen „Harrier“ der U.S. Army, denn der Sagittarius lässt sich sowohl im Jet- als auch im Hovermodus steuern. Und genau dieser Punkt wird für viele der Hauptschwerpunkt des Spiels sein, denn um es erfolgreich zu meistern, müsst ihr die perfekte Mischung und Betätigung aus beiden Elementen beherrschen. Dadurch ist das Spiel und die Steuerung für den Gelegenheitsspieler immernoch zu schwer ausgefallen, trotz einstellbarer Schwierigkeitsgrade und Wahl zwischen Tastatur- und Maussteuerung. Doch genau an diesem Punkt dürft ihr nicht die Motivation verlieren, denn das Spiel wird euch nach erfolgreichen Erlernen viel Spaß bescheren.
Schade ist auch, dass es wie schon bei der XBox-Version keine Speicherfunktion gibt. Der Fortschritt wird nur zur Kenntnis genommen, wenn ihr die Mission auch wirklich erfolgreich beendet habt.
Während den Missionen gibt es immer 2-3 Checkpoints, welche zum Beispiel durch das Erreichen eines Nebenziels eingeschaltet werden können. An jedem Checkpoint erhaltet ihr 3 Continues, an denen ihr bei einem möglichem Game Over wieder angesetzt werdet. Seid ihr aber zum Beispiel beim letzten möglichen Checkpoint und werdet beim letzten, möglichen Continue abgeschossen, so müsst ihr die Mission wieder von Anfang an spielen.
Dadurch kann vor allem bei längeren Missionen großer Frust entstehen.

Die Welt von „Yager“
„Yager“ ist immernoch ein Schmaus für Augen und Ohren. Die Grafik wurde im Gegensatz zur XBox-Version nochmals leicht aufpoliert. Dies werdet ihr sofort an den ebenfalls verbesserten und hochauflösenderen Texturen feststellen können. Mit eingestelltem Anti-Aliasing, einer hohen Auflösung und genug Rechenpower sieht das Spiel gleich noch mal so gut aus. Stark auffallend sind vor allem Wasser-, Licht- und Explosionseffekte, denn diese wirken fast schon fotorealistisch und regen zum weiteren „Piraten-Schießen“ und „Strand-Chillen“ an. Animationen und die oben erwähnten Zwischensequenzen sehen dann noch eine ganze Scheibe schöner aus, was die Screenshots in dieser Schönheit kaum noch wiedergeben können. Das Ganze wird dann noch durch eine erstaunliche Weitsicht und verschiedene Schauplätze optimal abgerundet. Am Besten hat uns die „Free Trade“-Zone gefallen, denn diese ist grafisch ein neuer Maßstab.
Betrachten könnt ihr die Welten aus insgesamt 3 verschiedenen Kameraperspektiven. Einmal gibt es hier die freie Kamera, die Cockpit-Perspektive und die Außenansicht. Dabei könnt ihr sie mittels Pfeiltasten nochmals in eine spezifische Blickrichtung positionieren.
Soundtechnisch ist „Yager“ ebenfalls der Bentley in diesem Genre. Der Soundtrack passt sich der Situation an und die Sprachausgabe ist wirklich erstklassig und wird vor allem sehr häufig verwendet. Auch während dem Kampf kommen zum Beispiel Bemerkungen wie „Ich bin Tide - Und du bist gleich tot“ oder „Hallo, hier kommt Magnus...“ von Tide.
In der limitierten Special-Edition wird der filmreife Soundtrack sogar nochmals als Audio CD beigelegt, ebenso wie der Roman zum Spiel, den sich ebenfalls jeder Fan zulegen sollte.

Überraschung
Der langerwartete “Yager”-Multiplayermodus ist nun endlich da und wir haben ihn natürlich nachgetestet, um euch in diesem Abschnitt ein wenig mehr zu Verraten. Der Multiplayer-Patch ist knapp 80 MB groß und bringt keinerlei Grafik- oder Soundänderungen, die jedoch auch gar nicht nötig waren. Viel mehr haben sich die Berliner Entwickler von Yager Development nochmals auf die Steuerung, den größten Kritikpunkt der Fans, konzentriert, die nun deutlich leichter von der Hand läuft.
Nach der problemlosen Installation der Multiplayer-AddOns kann es auch schon losgehen, denn der Button im Hauptmenü ist nun endlich freigeschaltet. Wie versprochen erwarten euch 8 verschiedene, steuerbare Flug-Jets, die ihr euch bereits vorher in der Schiffsdatenbank von “Yager” ansehen konntet. Auf 10 unterschiedlichen und wunderschönen Leveln könnt ihr euch mit euren Freunden in 2 verschiedenen Spielmodi messen: Deathmatch und Team-Deathmatch. Für einen modernen Multiplayer-Modus doch recht mager, stört dies in “Yager” allerdings keinesfalls, denn der Spielspaß ist kaum zu Bremsen. Vor allem die Finessen der Steuerung und das optimale Balancing heben diesen Multiplayer-Modus von der Mehrheit ab. Ebenfalls positiv zu Erwähnen ist, dass die Entwickler die Reparatur-Stationen für den Mehrspieler-Modus optimiert haben, denn ihr müsst einfach nur noch durch ein Tor fliegen. Für eine gute Platzierung sind vor allem auch die richtige Taktik und viel Munition nötig, die ihr wie im Singleplayer-Modus im Level verstreut findet und “nur” aufsammeln müsst.
Zu Beachten bleibt aber, dass der Multiplayer-Patch ganz klar auf Spiele im LAN ausgelegt ist und leider auch nur maximal 8 Spieler unterstützt. Wollt ihr beispielsweise ein Internet-Spiel betreten, so müsst ihr die IP-Adresse des Servers wissen, da ihr ansonsten nicht weit kommt. Gleiches gilt auch, wenn ihr einen eigenen Server erstellt und andere Leute joinen sollen. Zum Glück gibt es aber schon Server-Tools und einen IRC-Channel von Fans, mit denen es kein Problem sein sollte, auch Partner für ein schnelles Internetspiel zu Finden.
Auch eine Überraschung ist die Größe des Spiels. Wie von THQ angekündigt ist das Spiel auf DVD-Rom erschienen, da es sonst 5-6 CD’s belegen müsste, was bei einem Umfang von rund 6 GB (Vollinstallation) verständlich ist.

Pro
- Geniale, fast schon fotorealistische Grafik
- Tolle Animation
- Epische Story
- Viele, abwechslungsreiche Missionen
- Stimmige und passende Musik
- Erstklassige Sprachausgabe, die auch während der Kampfszenen eintritt
- Schöne und vor allem viele Zwischensequenzen
- Schiffsdatenbank stimmt auf den Multiplayer-Modus ein
- Spaßiger Multiplayer-Modus*

Contra
- Gewöhnungsbedürftige Steuerung (Zumindest ohne Multiplayer-Patch)
- Keine normale Speicherfunktion
- Kaum inhaltliche Änderungen gegenüber der XBox-Version
- Relativ hohe Systemanforderungen
- Recht magerer Multiplayer-Modus*

Fazit
„Yager“ ist auch auf dem PC ein grafisches und storytechnisches Highlight. Lediglich die geringfügigen Änderungen gegenüber der XBox-Version hätten noch ein wenig mehr Entwicklungszeit vertragen. Es wird einfach sehr viel Spielspaß und Abwechslung geboten. Der Multiplayer-Patch ist mittlerweile auch verfügbar und kann trotz des geringen Umfangs vor allem in Sachen Spielspaß überzeugen, weshalb wir uns zu einem Nachtest und letztendlich für den GamesEcke TopGame-Award entschieden haben. Außerdem wurden mit diesem Patch die Steuerungsprobleme wohl endgültig aus dem Weg geräumt.*

 

 

AUTOR: Carsten 02.10.2003, 16:58h
AUTOR: Carsten 11.01.2004, 20:18h*

* Die kursiv geschriebenen (Multiplayer-)Abschnitte wurden am 11.01.2004 nachträglich zum Test hinzugefügt, da der Multiplayer-Modus zum Release noch nicht verfügbar war. Die Gesamtwertung wurde um 1% auf 90% hochgeschraubt, womit “Yager” letztendlich den GamesEcke TopGame-Award gewonnen hat. Auch das Fazit und der Multiplayer-Abschnitt des Tests wurden dementsprechend abgeändert.

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Yager

THQ

Deutsch

49.95€

1 DVD

12

P4 1,8 Radeon 9800 768 MB RAM

GRAFIK:

 95%


SOUND:

 91%


GAMEPLAY:

 87%


GESAMT:

 90%

 Design and the GamesEcke.de PC Online Magazin are copyright © 2003, 2004 by Carsten Karasch. All rights reserved. GamesEcke.de Version 2.25 Kontakt/Mail: support@gamesecke.de